Bild: Matthias Krüttgen - Fotolia.com

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FRANKFURT (sp). Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie steigen weiter an, insbesondere die nach Lateinamerika und Südostasien. Mit einem Ausfuhrvolumen von 12 Mrd. Euro hat die Elektrobranche im Juli 21 % mehr exportiert als ein Jahr zuvor. „Damit konnte jetzt den zweiten Monat in Folge das entsprechende Exportniveau des Vor-Krisen-Jahres 2008 wieder übertroffen werden“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „In den ersten sieben Monaten 2010 belief sich das Ausfuhrvolumen damit auf insgesamt 79 Mrd. Euro. Im Jahresabstand kommt dies einem Anstieg um 22 Prozent gleich.“ Vier Fünftel der 2009-er Verluste im Exportgeschäft seien zwischenzeitlich bereits aufgeholt.

Mit am stärksten haben sich im Juli die Elektroexporte nach Argentinien (plus 155 % gegenüber Vorjahr), Vietnam (plus 90 %), Brasilien (plus 83 %) und China (plus 41 %) entwickelt. „Auch in den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres kam die größte Belebung des Ausfuhrgeschäfts aus Lateinamerika (plus 42 % gegenüber Vorjahr) und Südostasien (plus 40 %)“, so Dr. Gontermann.

In sektoraler Hinsicht verzeichneten im Juli die Fachbereiche Elektronische Bauelemente, Kommunikationstechnik und Automation die größten Zuwächse – mit Wachstumsraten bis zu mehr als 50 % gegenüber Vorjahr. Zwischen Januar und Juli konnten Elektronische Bauelemente (plus 41 %), Fahrzeugelektrik (plus 38 %) und Installationstechnik (plus 30 %) am kräftigsten zulegen. Der Rückgang der Aus- und Einfuhrpreise in der Elektroindustrie ist im bisherigen Verlauf dieses Jahres – nicht zuletzt auch auf Grund des vergleichsweise schwachen Euros – zum Stillstand gekommen. Im Juli übertrafen die Einfuhrpreise ihr Vorjahreslevel sogar um zwei Prozent. Die Ausfuhrpreise stiegen um ein Prozent.