LUXEMBURG (Dow Jones/ks)–Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch auf Basis saisonbereinigter Daten mitteilte, gingen im auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe 3,8% weniger Aufträge ein als im Vormonat.Volkswirte hatten einen Rückgang um 3,0% erwartet. Zugleich revidierte Eurostat den Ordereingang für August auf plus 5,1% nach unten, nachdem vorläufig ein Plus von 5,3% gemeldet worden war.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge in der Eurozone im Berichtsmonat um 13,5% nach revidiert plus 24,7% (vorläufig: plus 24,4%) im August. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 15,0% einen etwas höheren Zuwachs prognostiziert.

In der gesamten EU (EU-27) nahmen die Auftragseingänge im September auf Monatssicht um 2,5% ab, auf Jahressicht lagen sie um 13,4% höher. Im August hatten die Ordereingänge gegenüber dem Vormonat um revidiert 3,5% (vorläufig: plus 3,6%) zugelegt, im Jahresvergleich waren sie um revidiert 22,7% (vorläufig: plus 22,6%) gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat nahmen im September die Auftragseingänge für Verbrauchsgüter im Euroraum als auch in der EU-27 um jeweils 1,8% ab. Vorleistungsgüter fielen um 2,2% bzw. 1,9%. Investitionsgüter wiesen eine Rückgang im Euroraum von 2,5% und in der EU-27 um 2,7% auf. Gebrauchsgüter nahmen um 6,3% bzw. 3,0% ab.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter im September im Euroraum um 20,0% und in der EU-27 um 19,4%. Investitionsgüter wiesen einen Anstieg von 12,0% bzw. 13,0% auf. Verbrauchsgüter nahmen im Euroraum um 2,2% zu, fielen aber in der EU-27 um 1,1%. Gebrauchsgüter nahmen im Euroraum um 1,9% ab, stiegen aber in der EU-27 um 1,2% an.

Von den EU-Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung standen, meldeten Estland (plus 8,5%), Ungarn (plus 6,9%) und die Niederlande (plus 4,8%) die höchsten Zuwächse im Monatsvergleich. Die stärksten Rückgänge waren in Dänemark (minus 27,3%), Griechenland (minus 16,3%) und Litauen (minus 5,1%) zu beobachten. Der Auftragseingang der deutschen Industrie fiel um 3,5% gegenüber August.