Konjunktur

Die leicht positive Industriekonjunktur setzt sich laut BMWi fort. - Bild: Kleemann/fotolia.de

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent, während die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte einen Zuwachs von 1,0 Prozent prognostiziert hatten.

Den Rückgang im Vormonat revidierten die Statistiker auf 0,9 von zuvor 1,4 Prozent. Die Produktion war damit im Endeffekt um 0,2 Prozent höher als erwartet. Auf Jahressicht lag die Produktion im Juli um 0,4 Prozent höher, verglichen mit einem Plus von 1,0 Prozent im Juni.

Die Industrieproduktion stieg im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, wobei die Erzeugung von Investitionsgütern um 2,8 Prozent zunahm - stärkster Zuwachs seit September 2014 - und die von Vorleistungsgütern um 0,8 Prozent. Bei den Konsumgütern ging die Produktion dagegen um 3,7 Prozent zurück. Die Energieerzeugung erhöhte sich um 1,5 Prozent und die Bauproduktion um 3,2 Prozent.

BMWi: Unternehmen sind zuversichtlich

Nach Aussage des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) hat eine günstige Konstellation der Ferientage zu dem guten Start ins dritte Quartal beigetragen. "Insgesamt setzt sich die leicht positive Industriekonjunktur fort", urteilte, das BMWi. Die hohe Nachfrage aus dem Ausland habe für gut gefüllte Auftragsbücher gesorgt und die Unternehmen seien weiterhin zuversichtlich. "Auch die Rahmenbedingungen für den Bau bleiben gut."

Carsten Brzeski,  Chefvolkswirt der ING-DiBa
Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa

ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski sieht in den Daten einen weiteren Beleg dafür, dass die Stimmung in der deutschen Industrie derzeit besser ist als die Lage. "Indikatoren wie der ifo-Index oder die Einkaufsmanagerindizes haben der Griechenland-Krise und den Sorgen um die chinesische Konjunktur getrotzt, aber die harten Daten sind nur durchwachsen", urteilte Brzeski auch unter Verweis auf die enttäuschenden Auftragseingänge im Juli. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen der vergangenen Monate sei dieser solide, aber unspektakuläre Start ins dritte Quartal aber vielleicht schon ein Erfolg.