Führende Vertreter der Eurozone wollen von Ministerpräsident Wen Jiabao eine schnellere Aufwertung der chinesischen Währung fordern, schreibt die “Financial Times Deutschland” (FTD) in ihrer Dienstagausgabe.

HAMBURG/BRÜSSEL (Dow Jones/ks)–Die EU macht Front gegen Chinas Währungspolitik. Die Anpassung des Yuan komme zu langsam voran, verlaute aus der EU-Kommission. “China muss seiner Verantwortung als eine der führenden Wirtschaftsmächte gerecht werden”, sagte ein Sprecher des Euro-Gruppe-Vorsitzenden, Jean-Claude Juncker. Der Yuan sei “total unterbewertet”.

Die Kritik zeige die wachsenden globalen Spannungen beim Thema Devisen, hieß es weiter. In der vergangenen Woche hatte Brasilien vor einem “Währungskrieg” gewarnt und asiatischen Ländern vorgeworfen, auf Kosten anderer Länder abzuwerten. Die USA haben indessen ihren Druck auf China verstärkt und im Repräsentantenhaus ein Gesetz verabschiedet, das Sanktionen gegenüber Ländern erlaubt, die ihre Währungen künstlich verbilligen. Der Vorlage muss aber noch den Senat passieren.