Deutsche Exporteure scheinen von der Euro-Schwäche zu profitieren, wie die Ausfuhrzahlen des

Deutsche Exporteure scheinen von der Euro-Schwäche zu profitieren, wie die Ausfuhrzahlen des statistischen Bundesamtes für November 2014 zeigen. Die deutschen Unternehmen haben in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres Waren im Wert von einer Billion Euro ausgeführt. Bild: - Tortenboxer - Fotolia.de

Trotz der insgesamt lahmenden Konjunktur sind deutsche Produkte im Ausland sehr beliebt. Dass deutsche Unternehmen in den ersten neun Monaten 2014 so viele Waren verkauft haben wie nie zuvor, dürfte nicht zuletzt an der Abwertung des Euro liegen, der deutsche Waren für ausländische Käufer günstiger macht.

Die Europäische Zentralbank, die mit ihrer aktuell sehr lockeren Geldpolitik die Abwertung des Euros forciert, erhofft sich von der Währungsschwäche eine Konjunkturbelebung in Europa. Allerdings sorgt der hohe Dollar gleichzeitig auch dafür, dass die aktuelle Schwäche des Ölpreises in Europa nur zum Teil durchschlägt.

Deutsche Exporteure scheinen dennoch von der Euro-Schwäche zu profitieren, wie die Ausfuhrzahlen des statistischen Bundesamtes für November 2014 zeigen. Die deutschen Unternehmen haben in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres Waren im Wert von einer Billion Euro ausgeführt. Im Jahr 2011 hatten die deutschen Exporte erstmals diese magische Grenze durchbrochen. Allerdings hatte die größte Volkswirtschaft der Eurozone dafür zwölf Monate benötigt.

Und es könnte in diesem Jahr noch weiterer Rückenwind von der Devisenseite kommen: Die Analysten der Commerzbank jedenfalls haben ihre Prognose für den Euro von 1,15 auf 1,12 US-Dollar reduziert und rechnen vor allem für die erste Jahreshälfte 2015 mit weiteren Kursverlusten. Ein neues Rekordtief von weniger als 0,8252 Dollar erwarten die Finanzexperten aber nicht. Aktuell kostet die Gemeinschaftwährung rund 1,18 Dollar.

Gabriel Pankow/Karoline Kopp