Europäische Industrieproduktion sinkt überraschend 1

LUXEMBURG (Dow Jones/rm). Die saisonbereinigte Produktion (ohne Bauwirtschaft) fiel gegenüber dem Vormonat um 0,9%, wie Eurostat am Freitag mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,3% erwartet. Im August war die Produktion um revidiert 1,1% (vorläufig: plus 1,0%) gestiegen.

Gegenüber dem Vorjahresmonat legte die Produktion bereinigt um die Zahl der Arbeitstage um 5,2% zu nach einem revidierten Anstieg um 8,4% (vorläufig: plus 7,9%) im August. Ökonomen hatten für September ein Plus von 7,3% prognostiziert.

Wie Eurostat weiter mitteilte, fiel die Industrieproduktion in der EU-27 im September um 0,5% gegenüber dem Vormonat und stieg um 5,8% gegenüber dem Vorjahresmonat. Für Deutschland wurde im Vergleich zum Vormonat ein Produktionsrückgang um 0,8% und gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 8,3% ausgewiesen.

Die Produktion von Verbrauchsgütern sank im September auf Monatssicht im Euroraum um 0,6% und in der EU-27 um 0,3%. Der Ausstoß im Energiesektor nahm um 0,9% bzw. 0,7% ab. Die Herstellung von Vorleistungsgütern wies einen Rückgang im Euroraum um 1,3% und in der EU-27 um 0,7% auf. Die Produktion von Investitionsgütern fiel um 1,3% bzw. 0,8% und die von Gebrauchsgütern im Euroraum um 3,0% und in der EU-27 um 2,5%.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Produktion von Investitionsgütern im Euroraum um 7,5% und in der gesamten EU um 8,7%. Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg um 6,8% bzw. 7,5%. Der Ausstoß im Energiesektor legte um 1,8% im Euroraum und um 0,8% in der EU-27 zu. Die Produktion von Verbrauchsgütern wies einen Anstieg um 1,6% bzw. 2,5% auf. Die Erzeugung von Gebrauchsgütern fiel im Euroraum um 0,2%, stieg aber in der EU27 um 2,2%.