Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im August wie erwartet leicht gestiegen.

LUXEMBURG (Dow Jones/ks)–Die Preise auf der Erzeugerstufe kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,1%, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag berichtete. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der entsprechende Index um 3,6%. Beide Veränderungsraten entsprechen den Prognosen von Volkswirten, die Dow Jones Newswires im Vorfeld befragt hatte. Für die gesamte EU ermittelte Eurostat eine Stagnation der Erzeugerpreise auf Monatssicht und einen Anstieg um 3,9% binnen Jahresfrist.

Vor allem Vorleistungsgüter (plus 0,4%) haben sich Eurostat zufolge sowohl in der Eurozone (EU-16) als auch in der gesamten Union (EU-27) gegenüber dem Vormonat verteuert. Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen im gleichen Zeitraum in beiden Gebieten – ohne Berücksichtigung des Energiesektors – um 0,2%, jene für Gebrauchsgüter um 0,1%. Leicht gefallen sind die Preise für Investitionsgüter im Euroraum, in der EU-27 blieben sie stabil. Die Preise im Energiesektor nahmen um 0,4% (EU-16) beziehungsweise 0,7% (EU-27) ab.

Im Vergleich zum August 2009 stiegen die Erzeugerpreise im August in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor um 2,2% (EU-16) und um 2,4% (EU-27). Die Preise im Energiesektor erhöhten sich um 7,5% bzw. 7,6%. Vorleistungsgüter nahmen in beiden Gebieten um 4,7% zu. Gebrauchsgüter stiegen im Euroraum um 1,1% und in der EU-27 um 1,4%. Investitionsgüter erhöhten sich um 0,5% bzw. 0,9%. Verbrauchsgüter nahmen im Euroraum um 0,4% und in der EU-27 um 0,7% zu.