Eurozone

Laut IHS Markit verzeichnet die Wirtschaft der Eurozone stramme Zuwächse - auch dank der Industrie. - Bild: Pixabay

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 58,0 Zähler von 57,5 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 57,3 Punkte vorhergesagt. Das ist der höchste Stand seit fast sieben Jahren.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sprang sogar auf den höchsten Wert seit Beginn seiner Erhebung. Er stieg auf 60,6 Punkte von 60,1 im Vormonat. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 59,9 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor kletterte auf 56,5 Punkte von 56,2 im Vormonat und lag damit auf einem 80-Monate-Hoch. Ökonomen hatten eine Abschwächung auf 56,0 Punkte erwartet.

Wachstum ab 50 Zählern

IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson wertet das vierte Quartal 2017 als das beste seit Anfang 2011, nachdem es im Dezember noch einmal eine Beschleunigung gegeben habe. Er rechnet jetzt für die Eurozone mit einem "beeindruckenden Wachstum" des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,8 Prozent zum Vorquartal. Deutschland dürfte sogar 1,0 Prozent erreichen.

Frankreich traut Williamson 0,7 bis 0,8 Prozent zu und sieht das Land als die große Überraschung des Jahres. Hier habe sich die Wirtschaft "in rasantem Tempo berappelt, was die gesamte Eurozone mitgerissen hat".