Eurozone,Sammelindex

Die Unternehmer in der Eurozone müssen sich warm anziehen: Der Sammelindex ist erneut gesunken. - Bild: Alexas_Fotos

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank auf 52,6 Zähler von 52,9 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Das ist der schwächste Wert seit 20 Monaten. Volkswirte hatten einen Stand von 52,8 Punkte vorhergesagt.

"Damit fällt auch der Durchschnittswert für das dritte Quartal mit 52,9 Punkten etwas niedriger aus als im zweiten Quartal mit 53,1 Zähler, was darauf hindeutet, dass sich das Wirtschaftswachstum eher verlangsamt als beschleunigt hat", erklärte IHS-Markit-Ökonom Rob Dobson. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 52,6 Punkte von 51,7 im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 51,5 Zähler prognostiziert.

Im Dienstleistungssektor verringerte sich die Aktivität hingegen. Der Einkäuferindex für den Servicesektor fiel auf 52,1 Punkte von 52,8 im Vormonat. Ökonomen hatten eine Stagnation bei 52,8 Punkten erwartet.

Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 5.000 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland.

Auf Länderebene vermeldete Deutschland das schwächste Wirtschaftswachstum seit 16 Monaten, was vor allem auf den nahezu stagnierenden Servicesektor zurückzuführen war. In Frankreich legte die Wirtschaftskraft hingegen so stark zu wie zuletzt im Juni 2015, womit das Land erstmals seit über vier Jahren wieder besser abschnitt als Deutschland.

"Angesichts der niedrigsten Wachstumsrate seit 20 Monaten ist der September für die Eurozone enttäuschend verlaufen", meinte IHS-Markit-Ökonom Dobson. "Auch wenn der zugrunde liegende Trend immerhin auf ein mageres Plus von 0,3 Prozent im Quartalsdurchschnitt hindeutet, steht das Wachstum insgesamt auf wackligen Beinen."