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Laut Gfk geht der Indikator für das Konsumklima zurück. - Bild: Pixabay

"Trotz dieser Abnahme bleiben die Konsumenten in Kauflaune", meinte GfK-Experte Rolf Bürkl aber. Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten eine Stagnation bei einem Wert von 10,0 Zählern erwartet.

Im März hatte es ebenfalls einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegeben, nachdem der Index zuvor drei Mal in Folge gestiegen war. Im historischen Vergleich befinde sich die Konsumstimmung "nach wie vor auf einem hohen Niveau", betonte Bürkl.

Die Konsumforscher gingen davon aus, "dass die derzeitige kleine Schwächephase des Konsumklimas ihr Ende finden wird, wenn die Inflationsrate durch den bereits einsetzenden Rückgang der Rohölpreise wieder sinken sollte". Da die USA ihre Schieferölproduktion deutlich ausgeweitet hätten, werde die von der Opec vereinbarte Drosselung der Rohölförderung ausgehebelt. Zudem würden die Fördermengenbeschränkungen nicht vollständig eingehalten.

Konjunkturerwartung nur mit kurzzeitiger Delle

Die Verbraucherstimmung in Deutschland sende "unterschiedliche Signale", betonten die GfK-Forscher. "Während die Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung nach den Verlusten im Vormonat wieder zunehmen, geht die Einkommenserwartung leicht zurück." Auch die Sparneigung habe wieder zugelegt.

Die Konjunkturerwartung gewann 8,4 Zähler auf 18,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr stehe damit ein Plus von fast 18 Punkten zu Buche. Bei dem Rückgang des Konjunkturindikators vom Februar habe es sich offensichtlich "nur um eine kurzzeitige Delle" gehandelt. Die Verunsicherung bei vielen Konsumenten über die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump sei einem wieder größeren Konjunkturoptimismus gewichen.

Im Gegensatz zur Konjunkturerwartung erholte sich die Einkommenserwartung jedoch nicht und fiel zum zweiten Mal in Folge. Der Indikator sank um 4,7 Punkte auf 43,4 Zähler. Vor allem die zuletzt spürbar gestiegenen Preise für Energie hätten bei den Konsumenten ihre Spuren hinterlassen.

Die Anschaffungsneigung gewann dagegen um 3,9 auf 55,5 Punkte hinzu. Die deutschen Verbraucher ließen sich durch die etwas weniger optimistischen Einkommensaussichten "nicht in ihrer Kauflaune beeinträchtigen", folgerte die GfK.