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Das HWWI hat seine Prognose nach eigenen Angaben nach Veröffentlichung der Zahlen für 2016 durch das Statistische Bundesamt aktualisiert. - Bild: Pixabay

Für 2017 rechnen die Hamburger Ökonomen mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,1 Prozent und für 2018 mit einem BIP-Plus von 1,6 Prozent, wie das HWWI mitteilte.

Das Institut hat seine Prognose nach eigenen Angaben nach Veröffentlichung der Zahlen für 2016 durch das Statistische Bundesamt aktualisiert. Da das höher als erwartete Wirtschaftswachstum für 2016 von 1,9 Prozent statt 1,8 Prozent vor allem auf Revisionen des ersten Halbjahrs zurückgehe, ändere sich die Prognose nur marginal. Die bisherigen Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum wurden deshalb vom HWWI bestätigt.

"Alles in allem sind die Rahmenbedingungen weniger günstig als im Vorjahr", erklärten die Ökonomen. Die realen Auswirkungen der aktuellen politischen Einflüsse wie der Brexit-Entscheidung und der neuen US-Politik sowie die der anstehenden Wahlen in wichtigen EU-Ländern würden erst im weiteren Jahresverlauf zum Tragen kommen. Sie sorgten allerdings bereits vorab für Verunsicherung, was sich auch schon in der schwachen Investitionstätigkeit der Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2016 gezeigt habe. Die Teuerung sei zudem schneller angesprungen als erwartet.

"Für 2017 spricht daher einiges dafür, dass die im Jahr 2016 stärksten Wachstumskräfte an Dynamik verlieren, ohne dass die damals wachstumsdämpfenden Einflussfaktoren so stark zulegen, dass dies kompensiert würde", erklärte das HWWI daher. Für ihre Prognose gingen die Forscher aber davon aus, dass die Auswirkungen der genannten Ereignisse "gemäßigter ausfallen als im Einzelfall befürchtet werden könnte". Da das dämpfende Einflüsse verringern würde, würde die konjunkturelle Dynamik 2018 wieder etwas zulegen. Die Risiken für diese Prognose seien "allerdings vielfach".

Die Chefvolkswirte der privaten deutschen Banken hatten erst am Morgen hingegen ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr heraufgesetzt, auch wenn sie die deutsche Konjunktur insgesamt derzeit "zwischen Hoffen und Bangen" sehen. In ihrer jüngsten Prognose sehen sie einen Zuwachs des deutschen BIP um 1,4 Prozent voraus, nach einer Prognose von 1,2 Prozent vor einem halben Jahr. Für 2018 erwarten auch die Bankökonomen 1,6 Prozent Wachstum.