Der Auftragseingang des Maschinen- und Anlagenbaus reduzierte sich im Juni um 4 Prozent. - Bild:

Der Auftragseingang des Maschinen- und Anlagenbaus reduzierte sich im Juni um 4 Prozent. - Bild: VDMA/Produktion

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau ging im Juni verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zurück, teilte der VDMA mit.

“Die Nachfrage nach Investitionsgütern läuft gegenwärtig relativ schwach”, sagte der VDMA-Konjukturexperte Olaf Wortmann. Aus vielen Ländern kämen kaum expansive Impulse. Schaue man hinter die Kulissen, könne man mehrere Gründe dafür ausmachen, dass die Weltkonjunktur nicht richtig auf Touren kommt und die Investitionsneigung auch nicht mitgerissen wird.

“Zum einen gibt es viele geopolitische Krisenherde auf der Erde”, sagte Wortmann. “Ich nenne hier nur den arabischen Raum oder aber auch die Krise mit Russland und der Ukraine.” All das koste Investitionen. Und zwar nicht nur in den betroffenen Staaten.

“Dann ist der Aufholprozess in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ins Stocken geraten”, ergänzte Wortmann, “dafür gibt es unterschiedliche Gründe.” Auch das koste Wachstum.

Und drittens müssten die Deutschen vor der eigenen Haustür kehren, meinte der VDMA-Konjunkturchef. “Die Bundesregierung hat viele konsumptive Akzente gesetzt, die Investitionsneigung wurde dadurch nicht unbedingt gefördert.”

Im Juni gab es im Auslandsgeschäft einen Auftragsrückgang um 9 Prozent, während das Inlandsgeschäft sich um immerhin 7 Prozent verbesserte, teilte der VDMA mit.

Gunnar Knüpffer