Hans-Werner Sinn: "Um nicht neue Schulden aufbauen zu müssen, sei Russland nun "zu einer

Hans-Werner Sinn: "Um nicht neue Schulden aufbauen zu müssen, sei Russland nun "zu einer dramatischen Verringerung der Importe gezwungen. Das setzt die russische Bevölkerung einem hohen Leidensdruck aus." - Bild: Ifo

Von Exportüberschüssen könne wegen des sinkenden Ölpreises nicht mehr die Rede sein, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag für die “WirtschaftsWoche”.

Um nicht neue Schulden aufbauen zu müssen, sei Russland nun “zu einer dramatischen Verringerung der Importe gezwungen. Das setzt die russische Bevölkerung einem hohen Leidensdruck aus.” Dadurch drohe “eine gefährliche ‧Destabilisierung der russischen Gesellschaft. Auch ein völliger Kollaps der Wirtschaft ist mittlerweile nicht mehr auszuschließen.” Dieser hätte nicht nur negative Folgen für die Banken Frankreichs und Österreichs, er würde auch die deutsche Industrie‧ empfindlich treffen, schreibt Sinn.

Russland leitet bereits stark unter den Sanktionen des Westens sowie dem niedrigen Ölpreis und dem Verfall des Rubel. Im November ist die russische Wirtschaft nach Regierungsangaben erstmals seit fünf Jahren geschrumpft.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke