Clemens Fuest Ifo

"Die deutsche Wirtschaft bleibt in einem moderaten Aufschwung", sagt der neue Ifo-Präsident Clemens Fuest, der sein Amt am 1. April angetreten hat.

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft sank von 106,7 Punkten im März auf 106,6 Punkte im April. Die Unternehmen waren zwar etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Aber ihre Erwartungen hellten sich weiter auf. "Die deutsche Wirtschaft bleibt in einem moderaten Aufschwung", sagt der neue ifo-Präsident Clemens Fuest, der sein Amt am 1. April angetreten hat. Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate.

Ifo Index April
Quelle: Ifo Institut

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut verbessert. Während die Industriefirmen ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage leicht zurücknahmen, blickten sie wieder etwas optimistischer auf die kommenden Monate. Die Produktionspläne wurden deutlich nach oben korrigiert. Die Kapazitätsauslastung sank hingegen um 0,7 Prozentpunkte auf 84,4 Prozent; der größte Effekt kam aus der Nahrungsmittelbranche. Insgesamt blieb die Auslastung aber einen Prozentpunkt über dem langfristigen Durchschnitt.

Sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel ist der Index merklich gefallen. Er liegt jedoch jeweils immer noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. In beiden Sparten waren die Händler neben ihrer aktuellen Lage auch mit dem Ausblick auf die kommenden Geschäfte weniger zufrieden als im Vormonat.

Im Bauhauptgewerbe drehte der Geschäftsklimaindex wieder in den positiven Bereich. Dies war vor allem auf deutlich bessere Lageurteile zurückzuführen. Für die kommenden Monate waren die Baufirmen jedoch etwas weniger optimistisch als zuletzt.