Hans-Werner Sinn: "Griechenland braucht nun sofort eine neue elektronische Währung parallel zum

Hans-Werner Sinn: "Griechenland braucht nun sofort eine neue elektronische Währung parallel zum Euro und den Stopp aller Euro-Überweisungen ins Ausland." - Bild: Ifo Institut

“Der absehbare Konkurs des Landes ist sehr bedauerlich”, erklärte Sinn in einer Pressemitteilung. Griechenland brauche nun sofort eine neue elektronische Währung parallel zum Euro und den Stopp aller Euro-Überweisungen ins Ausland, also Kapitalverkehrskontrollen. “Die neue Währung würde abwerten gegenüber dem Euro, und damit würde das Land wieder wettbewerbsfähig.”

Außerdem hielt Sinn eine Schuldenkonferenz mit allen Gläubigern für nötig, um nach dem Euro-Austritt einen Schuldenschnitt zu besprechen. Das werde vor allem die Euro-Staaten, die Europäische Zentralbank (EZB) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) treffen.

Die griechische Notenbank dürfe ab sofort keine neuen Euros mehr elektronisch herstellen oder Euro-Banknoten ausgeben, forderte Sinn. Die noch vorhandenen Euro-Banknoten in Griechenland könnten als paralleles Bargeld erhalten bleiben. In einigen Wochen würden die Banknoten der neuen Währung gedruckt sein, so Sinns Vorschlag.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke