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Das Klima in Europa, Nordamerika und Lateinamerika trübte sich vor allem aufgrund der weniger positiven Konjunkturerwartungen ein. - Bild: Ifo

Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft sank auf 89,6 Punkte von 95,9 im Vorquartal, wie das Münchner Institut mitteilte. Er liegt nun deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt von 96,1 Punkten. Die Lagebeurteilungen verschlechterten sich nur geringfügig, aber die Erwartungen sind deutlich weniger positiv als im Vorquartal.

Das Ifo Institut befragt Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung und zu anderen Wirtschaftsdaten. An der aktuellen Befragung nahmen 1.040 Experten aus 113 Ländern teil. "Die drängendsten wirtschaftlichen Probleme sind den Experten zufolge eine unzureichende Nachfrage und mangelndes Vertrauen in die Politik der Regierungen", teilte das Ifo-Institut mit. "Die Weltwirtschaft wächst nur mäßig."

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in allen Regionen mit Ausnahme von Ozeanien und den GUS-Staaten. Dort stabilisierte sich der Klimaindex auf einem niedrigen Niveau.

Klima in Europa getrübt

In Europa und Nordamerika liegt der Indikator trotz der Eintrübung über seinem langfristigen Durchschnitt, in Asien, Lateinamerika, im Nahen Osten und Afrika jedoch deutlich darunter. Das Klima in Europa, Nordamerika und Lateinamerika trübte sich vor allem aufgrund der weniger positiven Konjunkturerwartungen ein. Dagegen waren in Asien, im Nahen Osten und Afrika beide Klimakomponenten, Lage und Erwartung, für die Verschlechterung ausschlaggebend.

Weniger Experten als noch vor drei Monaten erwarten einen Anstieg der langfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate, vor allem in den USA. Der US-Dollar gilt weiterhin als leicht überbewertet. Dennoch erwarten die Befragten im Durchschnitt aller Länder eine weitere Aufwertung des US-Dollar im Laufe der nächsten sechs Monate.