Laut dem Ifo-Institut  ist die Konjunktur zwar ins Stocken geraten, die Lage aber immer noch

Laut dem Ifo-Institut ist die Konjunktur zwar ins Stocken geraten, die Lage aber immer noch günstig. Bild: Fotolia

Der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft ist ins Stocken geraten. Der Wirtschaftsklimaindikator ist in Nordamerika deutlich unter seinen langfristigen Durchschnitt gesunken, hauptsächlich aufgrund der spürbar negativeren Einschätzung der gegenwärtigen Wirtschaftslage. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate trübten sich leicht ein. In Asien blieb der Wirtschaftsklimaindikator trotz eines weiteren Rückgangs sowohl der Lage, als auch der Erwartungen leicht über dem langjährigen Durchschnittswert. In Westeuropa ist der Wirtschaftsklimaindikator erstmals seit Anfang 2009 gesunken und zwar überwiegend aufgrund der merklich weniger positiveren Erwartungen. Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich dagegen nach Ansicht der WES-Experten geringfügig verschlechtert, wird aber weiterhin insgesamt als günstig beurteilt.

Die Inflationserwartungen sind weltweit leicht gestiegen. Es wird in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 4,0% im Weltdurchschnitt gerechnet, während im Vorquartal noch von einem Anstieg um 3,8% ausgegangen worden war. Im Vergleich zur Umfrage im April erwarten im Durchschnitt zwar weniger WES-Experten, aber immer noch der überwiegende Teil steigende Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate. Nach Ansicht der WES-Experten sind der US-Dollar sowie das britische Pfund im Weltdurchschnitt angemessen bewertet. Der Euro und der Yen dagegen erscheinen etwas überbewertet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einem weiteren Wertverlust des US-Dollars im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.