Die IG Metall und die Gewerkschaft ver.di haben ein Ende des Lohnverzichts verlangt. In den nächsten Tarifabschlüssen müsse sich die bessere Wirtschaftslage niederschlagen, forderten die beiden Gewerkschaften.

MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Angesichts des Wirtschaftsaufschwungs strebt die IG Metall eine vorgezogene Lohnerhöhung in der Metall- und Elektroindustrie an, wie die “Süddeutsche Zeitung” (SZ – Donnerstagausgabe) weiter berichtet.

“Wir werden uns an den Metalltarifvertrag halten. Im Tarifvertrag gibt es eine Klausel, die es ermöglicht, die Erhöhung um zwei Monate vorzuziehen”, sagte Detlef Wetzel, der Zweite Vorsitzende der IG Metall, der SZ. Damit könnten die Löhne der Metall-Arbeitnehmer bereits zum Februar 2011 um 2,7% steigen, statt wie bisher vorgesehen im April. Wetzel sprach sich außerdem dafür aus, die übertariflichen Zulagen und das Weihnachtsgeld zu erhöhen.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske rief die Arbeitgeber dazu auf, “die Löhne hierzulande nicht länger als reine Kostenfaktoren” zu betrachten. “Sie müssen vielmehr als ein Schlüsselinstrument in den Blick genommen werden, um die Nachfrage anzukurbeln und damit nachhaltiges Wachstum zu erzeugen”, sagte Bsirske der SZ. “Das werden wir in den nächsten Tarifrunden den Arbeitgebern deutlich machen”, sagte Bsirske.