Die konjunkturelle Dynamik im Bereich Handel mit Metallhalbzeugen hat zugenommen (Bild: Fotolia,

Die konjunkturelle Dynamik im Bereich Handel mit Metallhalbzeugen hat zugenommen (Bild: Fotolia, Thomas Otto).

BERLIN (gk). Die deutschen und europäischen Metallhalbzeug-Unternehmen beurteilen die Geschäftslage sehr positiv. Das ergab der Geschäftsklimaindex des Wirtschaftsverbandes Metallhalbzeug e. V. (WGM). Dieser stieg Anfang des zweiten Quartals stärker als zu Beginn des ersten Quartals und erreicht mit 117,5 Punkten seinen bisherigen Höchstwert. Die an der vierteljährlichen Umfrage teilnehmenden Unternehmen beliefern Schlüsselsektoren der deutschen Wirtschaft, zum Beispiel die Automobil- und Elektroindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau und die Bauwirtschaft mit ihren Teilen. Deshalb eignet sich der WGM-Geschäftsklimaindex nach Ansicht des Verbandes als Indikator zur Einschätzung der konjunkturellen Lage und Entwicklung der deutschen Industrie.
Der Index  setzt sich aus zwei Teilindizes zusammen: der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen. Ausschlagebend für den kräftigen Anstieg war die sehr positive Beurteilung der Geschäftslage im Handel mit Nicht-Eisen-Metallhalbzeug. Insgesamt sind die Geschäftserwartungen zwar nach wie vor positiv, die Unternehmen der Branche sind im Vergleich zum Beginn des ersten Quartals jedoch nicht mehr ganz so optimistisch. Die hohe konjunkturelle Dynamik werde sich im Verlauf des zweiten Quartals reduzieren. Die Nichteisenmetall-Halbzeughändler sehen den zu Grunde liegenden Aufwärtstrend dabei nicht gefährdet, ergab die Umfrage. Gegenwärtig profitiere die deutsche Wirtschaft von dem „Wachstumshunger der Schwellenländer und den daraus resultierenden Exporten von Investitionsgütern“, teilte der WGM mit. Impulse erhält die Branche zudem von der heimischen Investitionsgüternachfrage. Zudem wirke sich die positive Lage am deutschen Arbeitsmarkt stabilisierend auf die Konsumgüternachfrage aus.