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Die Industrie in der Eurozone hat im Dezember ihr robustes Wachstum bestätigt. - Bild: Pixabay

Das ist der höchste Wert seit April 2011. Schon bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 54,9 Zählern ausgewiesen worden, Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses ersten Ausweises erwartet.

Im November hatte der Index bei 53,7 Punkten gelegen. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum. Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 3.000 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich und Griechenland. Diese Länder repräsentieren etwa 90 Prozent der industriellen Geschäftstätigkeit in der Eurozone.

Die nationalen Indikatoren zeigten, dass der Aufschwung auf breiter Basis stattfand. So verbesserten sich die Indexwerte in allen sieben von der Umfrage erfassten Ländern. Spitzenreiter waren im Dezember die Niederlande und Österreich, Deutschland glänzte mit einem annähernden Dreijahreshoch. Frankreich erzielte den höchsten Wert seit fünfeinhalb Jahren, Spanien seit elf Monaten.

"Der Schlussspurt 2016 ist an sich sehr erfreulich, doch reagiert der Industriesektor erfahrungsgemäß ziemlich nervös auf politische Unsicherheiten", kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "So bergen vor allem die kommenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland potenzielle Risiken, die diese Unsicherheit in der Eurozone 2017 nochmals deutlich verschärfen könnten." Das Wachstum in der Eurozone dürfte sich daher 2017 auf 1,4 von 1,7 Prozent in diesem Jahr leicht verlangsamen.