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Die Industrieproduktion in China und Japan zieht an. - Bild: Pixabay

Dank eines robusten Wachstums in der Automobilbranche und im Maschinenbau legte die Industrieproduktion um 2 Prozent zum Vormonat zu, wie aus Daten des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie hervorgeht. Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet, während die Industrieproduktion im Januar um 0,4 Prozent abgerutscht war. Die Behörde behält ihre Einschätzung bei und sagt, die Industrieproduktion ziehe an.

Ökonomen sind der Auffassung, die japanische Produktion wächst, weil sich die Weltwirtschaft erholt und japanische Unternehmen ihre Lagerbestände abbauen. Im vergangenen Jahr hatten die Vorräte ihr höchstes Niveau seit 2009 erreicht.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie in China stieg im März unerwartet deutlich auf 51,8 Punkte von noch 51,6 Punkten im Februar. Volkswirte hatten mit einem Stand von 51,7 Punkten gerechnet. Damit liegt der Einkaufsmanagerindex für die Industrie den achten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten. Über der Marke wird signalisiert, dass es sich um Wirtschaftswachstum handelt.

Die Subindizes für die Neuaufträge, Exporte und Produktionen legten im März alle zu, während der Index für den Rohstoffbestand abnahm. Dies deutet nach Einschätzung von Beobachtern auf eine Vitalität im verarbeitenden Gewerbe hin. Beim Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe, der ebenfalls am Freitag veröffentlicht wurde, zeigte sich ein Wachstum im März auf 55,1 Punkte von 54,2 Zählern im Februar.

"Die Daten sind sehr stark", sagte Volkswirt Larry Hu von der Macquarie Group. Allerdings erklärte er weiter, dass die März-Daten auf eine nachlassende Wachstumsdynamik hindeuten, weil die Neuaufträge und die Preise im Vergleich zum Vorjahr nur moderat gewonnen haben. "Wir sind wahrscheinlich auf dem Höhepunkt der Erholung", so der Ökonom.