Die deutsche Industrie verzeichnet im Dezember weniger Aufträge

Die deutsche Industrie verzeichnet im Dezember weniger Aufträge. - Bild: EBM-Papst

Gegenüber November sanken die Order bereinigt um 0,7 Prozent und damit stärker als erwartet. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur ein Minus von 0,2 Prozent vorausgesagt.

Grund für den Rückgang waren fehlende Großaufträge. Im November hatten die Bestellungen noch um 1,5 Prozent angezogen.

Trotz der kleinen Delle zum Jahresabschluss war das vierte Quartal für die deutsche Industrie ein versöhnliches. Gegenüber dem Vorquartal legten die Orders um 1,0 Prozent zu. "Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat sich im vierten Quartal etwas erholt", schreiben die Experten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Mehr Aufträge gab es insbesondere bei Konsum- und Vorleistungsgütern, die um 4,7 und 2,3 Prozent kletterten. Die Bestellungen von Investitionsgütern haben sich nach dem schwachen dritten Quartal mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent stabilisiert.

Das Wirtschaftsministerium gab sich zurückhaltend hinsichtlich der Aussichten für die kommenden Monate. Die Erwartungen in der Industrie hätten sich zuletzt etwas eingetrübt und "signalisieren eine eher verhaltene Erholung der Industriekonjunktur".