LUXEMBURG (Dow Jones/rm). Die Verbraucherpreise erhöhten sich auf Jahressicht um 1,8% und legten im Monatsvergleich um 0,2% zu, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte und damit die Vorabschätzung vom 30. September bestätigte. Dies entsprach den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen.

Ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel wurde eine Jahresrate von plus 1,0% verzeichnet, gegenüber dem Vormonat ergab sich hier ein Anstieg um 0,2%. In der Kernrate (ohne Energie sowie ohne Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) stellte sich die Jahresinflation ebenfalls auf 1,0% und verharrte damit auf dem Vormonatsniveau. Auf Monatssicht zogen die Preise in dieser Abgrenzung um 0,2% an.

Damit lag die Inflation in der Eurozone wiederum im Bereich der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von “unter, aber nahe 2%” Inflation. Im August hatte sich die Jahresteuerung auf 1,6% belaufen, nach plus 1,7% im Juli und plus 1,4% im Juni. Im September 2009 waren die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 0,3% gesunken.

Die Verbraucherpreise in der EU-27 erhöhten sich um 0,2% gegenüber August und lagen um 2,2% über dem Vorjahresniveau. Die höchsten Teuerungsraten verzeichneten im September laut Eurostat Rumänien (plus 7,7%), Griechenland (plus 5,7%) und Estland (plus 3,8%). Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Irland (minus 1,0%), Lettland (plus 0,3%) und der Slowakei (plus 1,1%) gemessen.

Die größten Preisaufschläge auf Jahressicht wiesen in der Eurozone die Hauptkomponenten Verkehr (plus 4,1%), Alkohol und Tabak (plus 3,2%) sowie Wohnung (plus 2,9%) auf. Die niedrigsten jährlichen Raten verzeichneten Nachrichtenübermittlung (minus 0,9%), Freizeit und Kultur (minus 0,2%) sowie Bekleidung und Schuhe (plus 0,2%). Bei den Teilindizes hatten Kraftstoffe für Verkehrsmittel und Flüssige Brennstoffe die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Bekleidungsartikel und Telekommunikation am stärksten dämpfend wirkten.