LUXEMBURG (Dow Jones/ks)–Im auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe gingen 2,5% mehr Aufträge ein als im Vormonat, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel einen Anstieg um lediglich 1,5% erwartet. Zugleich revidierte Eurostat den Ordereingang für Mai auf plus 4,1% nach oben, nachdem vorläufig ein Plus von 3,8% gemeldet worden war. Im April waren die Orders um 0,2% gesunken.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge in der Eurozone im Juni um 22,6% nach revidiert plus 23,0% (vorläufig: plus 22,7%) im Mai. Ökonomen hatten für Juni einen Zuwachs um 24,1% prognostiziert.

In der gesamten EU nahmen die Auftragseingänge im Juni auf Monatssicht um 2,4% zu und im Vergleich zum Vorjahr um 22,5%. Im Mai waren sie um revidiert 4,0% (vorläufig: plus 2,7%) bzw. um revidiert 20,2% (vorläufig: plus 20,1%) gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Auftragseingänge für Investitionsgüter im Euroraum um 5,3% und in der EU-27 um 5,1% zu. Vorleistungsgüter wiesen einen Anstieg von 0,1% bzw. 0,3% auf. Die Aufträge für Gebrauchsgüter fielen im Euroraum um 1,1% und in der EU-27 um 0,1%. Verbrauchsgüter nahmen um 1,8% bzw. 0,9% ab.

Gegenüber dem Vorjahresmonat zogen die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter im Euroraum um 29,6% und in der gesamten EU um 28,7% an. Investitionsgüter wiesen einen Anstieg von 22,7% bzw. 23,8% auf. Die Orders für Gebrauchsgüter stiegen im Euroraum um 14,2% und in der EU-27 um 17,0%. Verbrauchsgüter nahmen im Euroraum um 2,5% zu, fielen jedoch in der EU-27 um 1,1%.