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japan rechnet für 2017 mit einem höheren Wirtschaftswachstum. - Bild: Pixabay

Grund sind der schwächere Yen und die leichte Erholung der Weltwirtschaft. Die offizielle Erwartung zeigt, dass davon ausgegangen wird, dass die Wirtschaft das dritte Jahr in Folge mit einer Rate über 1 Prozent zulegen wird. Zudem nimmt die Erholung im Vergleich zum Haushaltsjahr 2016 dann wohl Tempo auf. Die Regierung Japans schätzt das Wachstum 2016 auf 1,3 Prozent.

Zwar ist die Erwartung nicht sensationell und geht nur von einer geringfügigen Verbesserung beim inländischen Konsum aus, doch sie weist auf eine steigende Stabilität der japanischen Wirtschaft hin. Ministerpräsident Shinzo Abe versucht das Wachstum anzukurbeln. Es wurde ein großen Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, um einen Rückfall in eine Rezession zu verhindern. Regierungsmitglieder gehen davon aus, dass im kommenden Jahr das Konjunkturprogramm zum Wachstum beitragen wird. Die Inflationserwartung liegt bei 1,1 Prozent nach einer erwarteten Nullinflation im Haushaltsjahr 2016.

Inflation soll zurückkehren

Die erwartete Rückkehr der Inflation dürfte das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 540 Billionen Yen im laufenden Fiskaljahr wachsen lassen und damit über den Spitzenwert von 533 Billionen Yen im Fiskaljahr 1997. Für das Haushaltsjahr 2017 wird mit einem Wert von 554 Billionen Yen gerechnet. Shinzo Abe hat als Zielmarke bis ungefähr 2020 ein nominales Bruttoinlandsprodukt von 600 Billionen Yen ausgegeben. Beim nominalen BIP wird der Output von Gütern und Dienstleistungen zu den jeweiligen Marktpreisen berechnet. Das nominale BIP steigt also bei einer Inflation und umgekehrt sinkt es beim Auftreten einer Deflation.

Ein deutlich schwächerer Yen und steigende Rohstoffpreise dürften die Ausfuhren ins Ausland antreiben. Anderseits könnte dadurch der private Konsum beeinträchtigt werden, weil sich die Produkte für den täglichen Bedarf verteuerten. Beim privaten Konsum rechnet die Regierung im kommenden Jahr mit einem Wachstum von nur 0,8 Prozent nach den erwarteten 0,7 Prozent Plus in diesem Jahr. Die vorsichtige Prognose erklären die Regierungsvertreter damit, dass das Lohnwachstum wohl flau ausfallen dürfte, obwohl Shinzo Abe die Wirtschaft zu substanziellen Lohnerhöhungen auffordert.