Im vom Erdbeben am stärksten betroffenen Norden von Japan stieg die Produktion sogar um 18.8%,

Im vom Erdbeben am stärksten betroffenen Norden von Japan stieg die Produktion sogar um 18.8%, während der Anstieg in nicht betroffenen Gebieten 4,5% betrug (Bild: Fotolia, fugu 24).

TOKIO (DJ/gk). Die japanische Industrieproduktion hat sich im Mai von den Folgen der Erdbebenkatastrophe weiter erholt. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Angaben mitteilte, stieg die Produktion saisonbereinigt um 5,7% gegenüber dem Vormonat. Das ist die zweithöchste Monatsrate seit Beginn der Erhebung. Ökonomen hatten mit einer monatlichen Wachstumsrate von 5,5% gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergab sich aber ein unbereinigtes Minus von 5,9%.

Im April war die Produktion um 1,6% gewachsen, nach einem starken Einbruch im März. Besonders die Erzeugung von Automobilen und Kommunikationsgeräten konnte laut METI im Mai spürbar zulegen. Im vom Erdbeben am stärksten betroffenen Norden des Landes stieg die Produktion sogar um 18.8%, während der Anstieg in nicht betroffenen Gebieten 4,5% betrug.

Den weiteren Angaben zufolge stiegen die Auslieferungen gegenüber dem Vormonat um 5,3% (Jahressicht: minus 8,0%), während sich die Lagerbestände um 5,1% (plus 7,1%) erhöhten. Vom METI befragte Unternehmen rechnen mit einer weiteren kräftigen Erhöhung der Produktion um 5,3% im Juni, für Juli erwarten sie allerdings nur noch ein geringes Plus von 0,5%.