ZEW, Abschwung

Der von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen fiel auf 18,6 Punkte von 20,6 im Vormonat. - Bild: Pixabay

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 21,5 vorausgesagt. Der Indexstand liegt weiter deutlich unter seinem langfristigen Mittelwert von 23,9 Punkten. Nachdem zuvor der ebenfalls unter institutionellen Investoren erhobene Sentix-Konjunkturindex gestiegen war, war eigentlich auch eine Zunahme des ZEW-Barometers erwartet worden.

Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich hingegen deutlicher als angenommen von 83,9 auf 88,0 Punkte - der höchste Wert seit Juli 2011. Erwartet worden war lediglich ein Anstieg auf 85,0.

Bessere Erwartungen für die Eurozone

Trotz der leicht schwächeren Erwartungen sah das ZEW einen weiterhin "recht positiven" Ausblick für das deutsche Wirtschaftswachstum in den kommenden sechs Monaten. "Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind nach wie vor günstig", erklärte Institutspräsident Achim Wambach. "Dies liegt nicht zuletzt an der positiven Entwicklung des Wachstums in der Europäischen Union im ersten Quartal dieses Jahres."

Im Mai waren die ZEW-Konjunkturerwartungen noch um 1,1 Punkte gestiegen. Der Index der Lagebeurteilung hatte bereits damals deutlicher als erwartet um 3,8 Punkte zugenommen.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im Juni. Der entsprechende Indikator stieg um 2,6 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 37,7. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum erhöhte sich um 2,2 auf 20,5 Zähler.