Konjunktur

Die Wachstumsrate im Euroraum dürfte nach Einschätzung von Ifo, Insee und Istat im Jahre 2016 bei 1,6 Prozent liegen. - Bild: Frank Peters/Fotolia

Zwar sei die Unsicherheit nach dem britischen Referendum deutlich gestiegen, doch dürfte der kurzfristige negative Einfluss begrenzt sein, erwarten die drei Forschungsinstitute ifo, Insee und Istat aus Deutschland, Frankreich und Italien.

Die mittelfristigen Folgen werden nach ihrer Einschätzung stark von den künftig zu treffenden Übereinkünften zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU abhängen. Unter diesen Rahmenbedingungen wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im zweiten Quartal 2016 um 0,3 Prozent wachsen, im dritten Quartal auf 0,4 Prozent zulegen und im vierten Quartal wieder auf 0,3 Prozent zurückgehen. Insgesamt dürfte die Wachstumsrate im Jahre 2016 bei 1,6 Prozent liegen.

Der Verbrauch der privaten Haushalte sollte dank einer geringen Inflation und sich allmählich verbessernder Arbeitsmarktbedingungen der wichtigste Konjunkturtreiber bleiben. Die Investitionen der Unternehmen dürften durch die niedrigen Zinsen an Schwung gewinnen.

Leichte Zunahme der Inflation erwartet

Unter den Annahmen, dass der Rohölpreis bei 49 Dollar pro Fass verharrt und der Wechselkurs bei circa 1,12 Dollar pro Euro liegen wird, dürfte die Inflationsrate im Prognosezeitraum eine leichte Zunahme verzeichnen und einen Jahreswert von 0,3 Prozent erreichen.

Die Industrieproduktion legte im ersten Quartal 2016 dank einer stabilen Zunahme bei den Investitionsgütern kräftig um 1,0 Prozent zu und erwies sich auch im April als stabil. Die Umfrageindikatoren hätten sich im zweiten Quartal verbessert, erklärten die Institute, jedoch werde die Produktion wegen des starken ersten Quartals stagnieren. Für die zweite Jahreshälfte dürfte die Industrieproduktion wegen der Unsicherheit nach dem Brexit-Referendum weiterhin mit einer moderaten Geschwindigkeit wachsen.

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