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Laut dem Beratungsunternehmen Sentix stieg der Konjunkturindex für Oktober von 19,5 auf 27,7 Punkte. - Bild: Sentix

Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage legte von 34,3 auf 45,4 Zähler zu, der Index der Konjunkturerwartungen kletterte von 5,7 auf 11,3 Punkte. Der "Boom" in Deutschland halte damit an, resümierte sentix.

Auch in der Eurozone verbesserten sich die konjunkturellen Bedingungen. Zum dritten Male in Folge stieg der Gesamtindex, und zwar von 5,6 auf 8,5 Punkte. Damit sei auch für die Eurozone als Ganzes der Brexit-Schock vom Juni wieder ausgebügelt, urteilte sentix.

"Vordergründig geht der gemäßigte Erholungskurs der globalen Volkswirtschaften weiter", sagte sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. "Allerdings sticht die Dynamik in Deutschland, China sowie Lateinamerika besonders hervor." Insbesondere der Turnaround in Lateinamerika gewinne immer mehr an Kontur. "In Euroland ist das Momentum geringer, aber dennoch klar positiv."

Bei den sogenannten Themenindizes sieht das Beratungsunternehmen eine "Gezeitenwende", und zwar insbesondere bei dem Thema Notenbankpolitik. Dieser Index bricht um 23,5 Punkte auf minus 0,5 Punkte ein. "Die Anleger gehen damit von einer signifikanten Änderung des Einflusses der Notenbankpolitik aus, dem sie nicht mehr eine stark bullische Wirkung auf den Bondmarkt zuweisen", erklärte Hübner.

"Wir hatten schon vor einem Jahr eine Wahrnehmung in diese Richtung, die jedoch schnell wieder von den Anlegern fallengelassen wurde", ergänzte der sentix-Experte. "Dieses Mal vereint sich diese Wahrnehmung mit dem Inflations- und Konjunkturbild. Die Anleger ordnen die laufende Erholung komplett anders ein, als alle anderen Aufschwungsbewegungen zuvor. Das sollte nicht unbeachtet bleiben."