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Das deutsche Wirtschaftswachstum ist im dritten Quartal 2016 hauptsächlich vom inländischen Konsum getragen worden wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. - Bild: Destatis

Dagegen waren die Bruttoanlageinvestitionen wachstumsneutral, nachdem sie das Wachstum im zweiten Quartal um 0,3 Punkte gebremst hatten. Gleiches galt auch für Bauinvestitionen und die Ausrüstungsinvestitionen, die im Vorquartal jeweils mit 0,2 Punkten gebremst hatten. Die Nettoexporte belasteten das Wachstum mit 0,3 (plus 0,5) Punkten, während der Beitrag der Lagerveränderungen bei 0,0 (minus 0,2) Punkten lag.

BIP-Anstieg von 0,2 Prozent

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent. Damit bestätigte Destatis wie erwartet die erste Schätzung vom 15. November. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen und im ersten um 0,7 Prozent. Für das vierte Quartal deutet sich nach robusten Konjunkturdaten im November ein stärkeres Wachstum an.

Den Stand des Vorjahresquartals überschritt das BIP um 1,5 (Vorquartal: 3,1) Prozent, arbeitstäglich bereinigt um 1,7 (1,8) Prozent. Die Wirtschaftsleistung wurde von 43,7 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 388.000 Personen oder 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigem nahm um 0,6 Prozent zu, die je Erwerbstätigenstunde um 1,1 Prozent.

Bruttowertschöpfung über Vorjahr

Die reale Bruttowertschöpfung lag um 1,5 (3,2) Prozent über dem Niveau des dritten Quartals 2015. Die Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes stieg um 0,9 (4,7) Prozent und die des Baugewerbes um 2,4 (5,2) Prozent. Die stärksten Zuwächse gab es im Bereich Information und Kommunikation (plus 2,9 Prozent), gefolgt von den Finanz- und Versicherungsdienstleistern (plus 2,5 Prozent).

Der private Konsum erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal real um 0,4 Prozent, nachdem er im Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen war und der Staatskonsum um 1,0 (Vorquartal: plus 1,2) Prozent. Die Bruttoinvestitionen stiegen um 0,2 (minus 2,4) Prozent, die Bruttoanlageinvestitionen stagnierten (minus 1,6 Prozent), die Ausrüstungsinvestitionen verringerten sich um 0,6 (minus 2,3) Prozent.

Die Bauinvestitionen dagegen erhöhten sich um 0,3 (minus 1,9) Prozent. Die inländische Verwendung insgesamt erhöhte sich um 0,5 (minus 0,1) Prozent und trug 0,5 (minus 0,1) Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei.