BERLIN (DJ/gk) Die Länder wollen sich nun auf Hilfen konzentrieren, die sie selbst Opel zur Verfügung stellen können.Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck zeigte sich nach dem Treffen am Donnerstag in Berlin “bitter enttäuscht”. Seine Hoffnung auf einen Hilfsbeitrag des Bundes sei sehr gering. Dazu habe er “so gut wie keine Bewegung erkennen” können, sagte Beck.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte, im Kreis der Ministerpräsidenten habe man darin übereingestimmt, dass es nach wie vor nötig sei, dem Unternehmen zu helfen. Die Ministerpräsidenten stünden dem Unternehmen zu Gesprächen zur Verfügung. Ziel der Opel-Bundesländer sei es, dass keine Standorte geschlossen würden.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch forderte General Motors dazu auf, das Gespräch mit den Ländern zu suchen. “Es ist nun erst einmal eine Entscheidung von General Motors und Opel, die Wege zu uns zu suchen”, sagte Koch. Die Länder böten keine Bürgschaften an, sondern prüften Bürgschaftsanträge. “Aber wir haben sehr klar gesagt, wir sind zu Gesprächen bereit”, betonte er. “Das Verfahren, so wie es jetzt beantragt worden ist beim Deutschlandfonds, ist mit dieser Entscheidung zu Ende”, unterstrich Koch zudem. Alle vier Länder wollten gemeinsam vorgehen.

Zu einer möglichen Gesamtbürgschaftssumme wollte Koch sich nicht äußern. “Jetzt wollen wir einmal wissen, was unter diesen Konstellationen General Motors sagt”, erklärte er. Auch ein möglicher Zeitrahmen hänge davon ab, wie General Motors sich konkret auf die neue Situation einstelle, betonte Rüttgers. “Wir stehen ab sofort zur Verfügung”, sagte er. Rüttgers betonte, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle habe seinerseits Bereitschaft zu Gesprächen mit der Opel-Leitung gezeigt.