Internationaler Währungsfond, Lohnquote, Produktivität

Mit der sinkenden Lohnquote geht auch eine zunehmend ungleiche Einkommensverteilung einher. - Bild: Pixabay

Kurz vor der Finanzkrise erreichte die Lohnquote ihren Tiefpunkt und hat sich seither nicht wesentlich erholt. Laut des Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es neben Ländern, in denen die Produktivität stark gestiegen ist und die Lohnsumme weniger stark, auch solche, in denen die Produktivität nur sehr schwach gewachsen ist und die Lohnsumme überhaupt nicht.

Der IWF findet dieses Thema aktuell auch deshalb interessant, weil der Rückgang der Lohnquote mit einer zunehmend ungleichen Einkommensverteilung einhergeht. Ökonomen vermuten, dass dies einer der Gründe für das Aufkommen globalisierungskritischer Strömungen ist.

"Die Weltwirtschaft kämpft mit schwachem Wachstum - und die Wahrnehmung, dass die Wachstumsgewinne früher nicht breiter verteilt wurden, verstärkt Aversionen gegen ökonomische Integration und stützt eine nach innen gewandte Politik", analysiert der IWF.

 

Zunehmende Einkommensungleichheit

Dass der Rückgang der Lohnquote mit einer zunehmenden Einkommensungleichheit einhergeht, hat laut IWF zwei Ursachen. Erstens gehe der Rückgang der Lohnquote vor allem zulasten von Arbeitnehmern in Industrieländern mit schwächerer Qualifikation. Zweitens seien vor allem Gutverdiener am Kapitalmarkt aktiv und hätten Teil an den dort zu erzielenden Einkommen.

Der IWF verweist darauf, dass Ungleichheit nicht nur soziale Spannungen auslösen kann, sondern auch schlecht für das Wirtschaftswachstum ist. Dass die Löhne demnächst wieder stark steigen werden, glaubt er angesichts der weit verbreiteten Produktivitätsschwäche nicht.

Diese Berufsgruppen verdienen am besten

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