PWC, Maschinenbaubarometer

"Tiefgreifende Umbrüche wie der bevorstehende Brexit, aber auch die allgemeine Verunsicherung über den weiteren Kurs der Weltwirtschaft gehen nicht spurlos am exportorientierten deutschen Maschinenbau vorbei", erläutert Dr. Frank Schmidt, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC.

Gut zwei Drittel (68 Prozent) der Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft derzeit auf Wachstumskurs (Vorquartal: 70 Prozent). Auch für das Jahr 2017 überwiegen die positiven Erwartungen: 61 Prozent (Vorquartal: 57 Prozent) gehen von einer positiven Konjunkturentwicklung in Deutschland aus.

Gleichzeitig wachsen jedoch die Sorgen mit Blick auf die Weltwirtschaft. Während etwa die Hälfte der Befragten die aktuelle Weltkonjunktur weiterhin positiv einschätzt, trüben sich die Erwartungen mit Blick auf die nächsten zwölf Monate ein: Nur noch 37 Prozent der Befragten (Vorquartal: 40 Prozent) gehen derzeit von einem globalen Wachstum in naher Zukunft aus. Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das 4. Quartal 2016 hervor.

Die mit Abstand größte Gefahr für das Wachstum ihres Unternehmens sehen die befragten Entscheider derzeit in politischen Entwicklungen im Ausland. 80 Prozent benennen diese als das primäre Hindernis für Umsatzsteigerungen. Viele Unsicherheiten wie die Stabilität des Euro, die Russland-Sanktionen, der Brexit und zuletzt die Androhung von Strafzöllen durch den neuen US-Präsidenten bereiten den exportorientierten Maschinenbauern Kopfzerbrechen: Wie schon in den beiden Vorquartalen erwarten die Manager in den nächsten zwölf Monaten weniger als die Hälfte ihres Umsatzes aus dem Ausland.

"Tiefgreifende Umbrüche wie der bevorstehende Brexit, aber auch die allgemeine Verunsicherung über den weiteren Kurs der Weltwirtschaft gehen nicht spurlos am exportorientierten deutschen Maschinenbau vorbei", erläutert Dr. Frank Schmidt, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC.

"Entsprechend gedämpft sind derzeit die Erwartungen an das Auslandsgeschäft." In der langfristigen Perspektive wird die Verunsicherung der Branche mit Blick ins Ausland noch deutlicher: Sowohl die Pläne zur Expansion ins Ausland als auch der internationale Standortausbau sind im Verlauf der letzten drei Jahre seltener geworden.