Im Mai konnten die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie erneut einen Zuwachs an Aufträgen verbuchen. Die Nachfrage stieg im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,1 %.

BERLIN (ks). Im Inland betrug der Zuwachs 1,8 %, im Exportgeschäft 0,6 %. Noch deutlicher zeigt sich die Nachfrageerholung an dem aussagefähigeren Zweimonatsvergleich. Im April/Mai 2010 erhielt die M+E-Industrie insgesamt 6 % mehr Aufträge als in den beiden Vormonaten. Die Nachfrage ist damit seit Jahresbeginn kontinuierlich gewachsen.
Diese Erholung sei dringend notwendig, erklärte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl: „Die Unternehmen haben trotz dramatischer Unterauslastung Beschäftigung gehalten. Sie waren überzeugt, mit ihren Produkten gut aufgestellt zu sein und von einer konjunkturellen Erholung unmittelbar profitieren zu können“. Die Auftragseingänge zeigten, dass diese Erwartung bislang aufgegangen sei.
Der Blick auf die Zuwachsraten alleine genüge allerdings nicht. „Die wirtschaftliche Erholung geht zwar weiter. Aber wir sind immer noch weit unter Vorkrisen-Niveau: Um wieder dort zu landen, wo wir im ersten Halbjahr 2008 waren, müsste der Auftragseingang um noch gut 15 Prozent wachsen“, so Stahl weiter.