Exporte

Die deutschen Exporte haben einen Rekordwert erreicht. - Bild: Pixabay

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 14,1 Prozent höher. Die Importe kletterten um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 87,6 Milliarden Euro. Auch das ist ein neuer Bestwert. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 16,2 Prozent.

Die Weltkonjunktur hat sich zuletzt etwas belebt. Es bleiben aber Risiken wie eine Abschottung des US-Marktes unter Präsident Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens.

Die hohen Exporte finden nicht überall Gefallen: Deutschland steht wegen seiner hohen Exportüberschüsse regelmäßig in der Kritik, weil es viel mehr Waren ins Ausland verkauft als es von dort einkauft. Trump hat die deutschen Überschüsse wiederholt und mit harschen Worten kritisiert und dabei insbesondere die deutschen Autohersteller ins Visier genommen.

Kalender- und saisonbereinigt ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 20,3 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 20,1 Milliarden Euro gerechnet. In unbereinigter Rechnung schloss die Außenhandelsbilanz den Mai mit einem Überschuss von 22,0 Milliarden Euro ab.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 17,3 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 16,2 Milliarden Euro erwartet.

Drittstaaten-Geschäft besonders lebhaft

Besonders lebhaft lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen. Die Ausfuhren in diese Länder lagen im Mai um 17,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Exporte in die EU-Länder legten ebenfalls spürbar zu.

Die Ausfuhren in die Eurozone kletterten um 13,4 Prozent. Das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, stieg um 9,2 Prozent.