Dollar Exchange Rate

Vor allem für den Euroraum sowie für China fällt der Ausblick optimistischer aus. - Bild: Pixabay

Das liegt vor allem an optimistischeren Erwartungen für nahezu alle großen Volkswirtschaften, mit Ausnahme der USA, wie aus dem aktuellen Weltwirtschaftsausblick hervorgeht. Die Prognosen für den Euroraum und Deutschland wurden im Vergleich mit den Zwischenbericht vom 7. März ebenso angehoben wie die für China.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird laut OECD 2017 um 3,5 Prozent steigen. Im März hatte die OECD noch 3,3 Prozent Wachstum prognostiziert. Die Prognose für 2018 wurde mit 3,6 Prozent bestätigt. Für die USA erwartet die OECD nur noch 2,1 (2,4) und 2,4 (2,8) Prozent Wirtschaftswachstum. Hauptgrund ist die Aufwertung des US-Dollar.

Für den Euroraum erwartet die OECD 1,8 (1,6) und 1,8 (1,6) Prozent, für China 6,6 (6,5) und 6,4 (6,3) Prozent Wirtschaftswachstum. Ihre Wachstumsprognosen für Deutschland hob die in Paris ansässige Organisation auf 2,0 (1,8) und 2,0 (1,7) Prozent an.

Die Prognosen für Frankreich wurden auf 1,3 (1,4) und 1,5 (1,4) Prozent geändert. Italiens Wachstumsprognose für 2017 bestätigte die OECD mit 1,0 Prozent, die für 2018 wurde auf 0,8 (1,0) Prozent reduziert. Großbritanniens Prognosen bestätigte die Organisation mit 1,6 und 1,0 Prozent.

HWWI erhöht deutsche Wachstumsprognose

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognose zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland nach dem guten Jahresstart 2017 angehoben. Für das Wirtschaftswachstum 2017 rechnen die Experten nunmehr mit 1,3 (bisher: 1,1) Prozent. Für 2018 bestätigten sie ihre Prognose von 1,6 Prozent.

Eine wegen des milden Winterwetters hohe Bautätigkeit sowie ein hoher Außenbeitrag bei trotz guter Binnenkonjunktur schwachen Importen habe im ersten Quartal 2017 für eine außerordentliche Zunahme des Bruttoinlandsprodukts gesorgt, hieß es. Das dürfte im weiteren Jahresverlauf teilweise korrigiert werden.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibe weiterhin positiv; allerdings sei zuletzt die Arbeitsproduktivität gesunken. Der Preisanstieg bewege sich nach der Energieverteuerung inzwischen nahe der Marke von 2 Prozent.

Durch die europafreundlichen Wahlausgänge in den Niederlanden und Frankreich hätten sich die Risiken für die deutsche Wirtschaft reduziert und die Auswirkungen des Brexit seien durch die lange Verhandlungsdauer großteils erst einmal aufgeschoben.

"Was die USA betrifft, bleibt aber weiterhin nur zu hoffen, dass sich die Politik an den Realitäten orientiert", erklärten die Experten. In einigen Schwellenländern scheine sich zwar die Wirtschaft zu beleben, die zwei größten Volkswirtschaften, China und USA, hätten momentan aber eher Mühe, das bisherige Wachstumstempo zu halten. In den USA scheine die eingeleitete Zinswende bereits erste Bremsspuren zu zeigen.