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Die OECD, hier das Hauptquartier Château de la Muette in Paris, warnt vor einer Delle in der Weltwirtschaft. - Bild: Patrick Janicek/Wikimedia/CC BY 2.0

Nur mit einem umfassenden Einsatz von fiskalischen, monetären und strukturellen Mitteln könne das Wachstumspotenzial gehoben werden.

Für das laufende Jahr bestätigte die OECD ihre Prognose für das globale Wachstum von 2,9 Prozent. Im Jahr 2017 dürfte das Wachstum auf 3,3 (bisherige Prognose: 3,2) Prozent anziehen.

Für das Jahr 2018 wurde erstmals die Wachstumsprognose von 3,6 Prozent genannt.

Die Prognosen für die USA wurden nur wenig verändert. Demnach legt die Wirtschaftsleistung (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr um 1,5 (bisher: 1,4) Prozent zu, 2017 um 2,3 (bisher 2,1) Prozent und 2018 um 3,0 Prozent.

Auch für die Eurozone zeichnet sich in den nächsten drei Jahren keine wesentlich höhere Wachstumsdynamik ab:

In diesem Jahr soll sich ein BIP-Anstieg von 1,7 (bisher: 1,5) Prozent einstellen, 2017 von 1,6 (bisher 1,4) Prozent und 2018 von 1,7 Prozent.

Deutschland auf gleichmäßigem Wachstumspfad

Der prognostizierte Wachstumspfad für Deutschland verläuft ebenfalls gleichmäßig. Die deutsche Wirtschaft soll in diesem Jahr um 1,7 (bisher: 1,6) Prozent zulegen, 2017 um 1,7 (bisher: 1,5) Prozent und 2018 um 1,7 Prozent.

Die Wachstumsprognosen für China wurden indes leicht angehoben. In diesem Jahr soll die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 6,7 (bisher: 6,5) Prozent wachsen, 2017 um 6,4 (bisher: 6,2) Prozent und 2018 um 6,1 Prozent.

Japan bleibt weiter auf einem sehr flachen Wachstumspfad, wenngleich die OECD ihre Prognosen leicht erhöht hat. In diesem Jahr dürfte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ein Plus von 0,8 (bisher: 0,6) Prozent erreichen, 2017 von 1,0 (bisher: 0,7) Prozent und 2018 von 0,8 Prozent.

Die OECD-Chefvolkswirtin Catherine Mann forderte die politischen Entscheider auf, ihre Spielräume in den Staatskassen genau zu prüfen. Die niedrigen Zinsen versetzten viele Staaten in die Lage, ihre Infrastrukturen und sozialen Institutionen zu stärken. Die Politik müsse die Gelegenheit nutzen, mit einer Erhöhung der Wachstumserwartungen die nötige Dynamik zu erzeugen, um der Wachstumsdelle zu entkommen.