Auch im Juni sind die Importpreise in Deutschland gesunken. Einmal mehr waren die niedrigeren

Auch im Juni sind die Importpreise in Deutschland gesunken. Einmal mehr waren die niedrigeren Ölpreise der ausschlaggebende Faktor dafür. - Bild: Shell

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent. Ökonomen hatten einen Rückgang um 0,3 Prozent prognostiziert.

Im Jahresvergleich gingen die Importpreise um 1,4 Prozent zurück und damit deutlich stärker als in den beiden Vormonaten mit 0,8 und 0,6 Prozent. Hier hatten Volkswirte für Juni einen Rückgang um 1,3 Prozent erwartet.

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse war im Juni um 0,4 Prozent geringer als im Mai, auf Jahressicht nahm er um 2,1 Prozent zu. Ohne Energie insgesamt waren die Importpreise um 0,3 Prozent niedriger als im Mai 2015, aber 2,6 Prozent höher als im Juni 2014. Die Energieeinfuhren verbilligten sich zum Vormonat um 2,4 Prozent und lagen um 23,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats.

Die Entwicklung der Importpreise ist ein Indiz für die deutsche Inflation, die Exportpreise lassen Rückschlüsse auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juni 2015 um 0,1 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 1,3 Prozent.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke