Konjunktur

Wesentliche Impulse für die gute konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sind laut Wirtschaftsministerium von der globalen Nachfrage nach Industriegütern gekommen. - Bild: Pixabay

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und nun auch breit angelegten Aufschwung", erklärte das Wirtschaftsministerium in seinem neuesten Monatsbericht. "Die konjunkturelle Dynamik hat sich im ersten Halbjahr spürbar belebt."

Wesentliche Impulse hierfür seien von der globalen Nachfrage nach Industriegütern gekommen, die seit Ende vergangenen Jahres angezogen habe. Damit hätten sich auch die heimischen Investitionen in Ausrüstungen belebt. Das Ministerium rechnet mit weiterem Wachstum.

Zwei Prozent BIP-Wachtum im Jahr 2018

"Die Indikatoren deuten auf eine rege Fortsetzung des Aufschwungs in der zweiten Jahreshälfte hin, wenn auch nicht ganz mit der Dynamik des ersten Halbjahrs", schrieben die Konjunkturexperten von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD).

Die Bundesregierung hatte bereits am Mittwoch prognostiziert, dass der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland dieses und nächstes Jahr deutlich kräftiger ausfallen werde als zuvor erwartet. Für 2017 rechnet sie nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 Prozent und für 2018 mit einem Wachstum von 1,9 Prozent. "Dies wäre das stärkste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren", betonte das Wirtschaftsministerium in dem Monatsbericht mit Blick auf das laufende Jahr.

Der Aufschwung stehe auf einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament und werde "sich in den kommenden Jahren fortsetzen". Der private Konsum bleibe eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur, und die Grundtendenzen am Arbeitsmarkt seien weiterhin positiv. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte anhalten - er könnte sich aber nach den Berechnungen der Regierung etwas verlangsamen, "weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von Integrations- und Sprachkursen zunehmend auf den Arbeitsmarkt drängen".

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