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Die Umsätze der deutschen Hersteller von Robotik und Automation haben ein Rekordhoch erreicht. - Bild: Audi

Für 2017 ist ein weiteres Wachstumsplus von sieben Prozent prognostiziert. Norbert Stein, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Robotik und Automation, zeigte sich daher bei der Vorstellung der Zahlen in Frankfurt hoch zufrieden: "Das Erfreuliche in diesem Jahr – und das ist in den letzten Jahren eigentlich immer so gewesen – zeigt sich darin, dass wir innerhalb der Maschinenbauindustrie überproportional wachsen."

Der gesamte Maschinenbau habe 2016 im Prinzip ein Null-Wachstum gehabt, und in diesem Jahr werde ein Prozent erwartet.

Der Bereich Robotik und Automation hatte - über die drei Fachverbände Industrielle Bildverarbeitung, Integrated Assembly Solutions und Robotik hinweg - im letzten Jahr immerhin ein Wachstum von fünf Prozent. Die weitere Zunahme dürfte 2017 zu einem Umsatz von 13,7 Milliarden Euro führen. 

Robotik weiter gefragt

Zu der positiven Entwicklung sagte Stein: „Das wollen wir auch weiterhin so tun. Ob das so bleibt, wird sich zeigen.“ Dass es aufwärts gehe, zeige beispielsweise der Auftragseingang von Januar bis April 2017. Mit 27 Prozent sei die Steigerung in diesem Zeitraum fulminant. Gleichzeitig habe der Umsatz um dreizehn Prozent zugelegt. 

Allerdings könne man nicht davon ausgehen, dass der Boom in diesem Ausmaß auch im weiteren Verlauf des Jahres anhalte. Nicht immer sei der Eingang von Großprojekten, die sich als Sondereffekte in der Statistik niederschlagen, zu verzeichnen.

Internationales Interesse an Industrierobotern

Ursache für die Hochkonjunktur der Branche ist das international steigende Interesse an der Robotik und Automation, das sich auf Industrie- und Servicerobotik, Montageanlagen, industrielle Bildverarbeitungssysteme und Komponenten fokussiert. Zentral für die Modernisierung der im harten Wettbewerb um die Weltmärkte stehenden Industrie sind dabei die digitale Transformation in der Fertigung, die Mensch-Roboter-Kollaboration und die Servicerobotik.

Stein sieht die deutschen Unternehmen auf diesen Feldern gut aufgestellt: „Im weltweiten Wettlauf, die Industrie zu modernisieren, profitieren die Marktteilnehmer aus Deutschland von einer robusten Konjunktur. Unsere Branche schaut mit Optimismus in die Zukunft.“ Der Exportanteil der deutschen Robotik und Automation steige kontinuierlich und habe 57 Prozent im Jahr 2016 erreicht.

Robotik, Automation, Umsatz, 2016
Die Robotik- und Automationsbranche hat 2016 einen Umsatzrekord abgeliefert. - Grafik: VDMA

In diesen Ländern bedrohen Roboter die Arbeitsplätze

  • Platz 10: Im Vergleich zu änderen Ländern herrscht in Frankreich das geringtste Automatisierungspotential. Lediglich 9,7 Mio Stellen wären ersetzbar. -Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 10: Im Vergleich zu änderen Ländern herrscht in Frankreich das geringtste Automatisierungspotential. Lediglich 9,7 Mio Stellen wären ersetzbar. -Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 9: Von 23,4 Millionen vorhandenen Berufen wären in Italien 11,8 Millionen automatisierbar. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 9: Von 23,4 Millionen vorhandenen Berufen wären in Italien 11,8 Millionen automatisierbar. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 8: In Großbritannien könnten von 27,7 Millionen Arbeitsplätzen fast 43 Prozent durch einen künstliche Intelligenz ersetzt werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 8: In Großbritannien könnten von 27,7 Millionen Arbeitsplätzen fast 43 Prozent durch einen künstliche Intelligenz ersetzt werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 7: In Deutschland könnten schon bald 20,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen. Das wäre fast die Hälfte aller verfügbaren Stellen. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 7: In Deutschland könnten schon bald 20,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen. Das wäre fast die Hälfte aller verfügbaren Stellen. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 6: 35,6 Millionen von insgesamt 63,9 Millionen Arbeitsplätzen könnten laut McKinsey in naher Zukunft in Japan entfallen. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 6: 35,6 Millionen von insgesamt 63,9 Millionen Arbeitsplätzen könnten laut McKinsey in naher Zukunft in Japan entfallen. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 5: 70,4 Millionen Arbeitsplätze sind in Russland vorhanden. Davon könnten knapp über die Hälfte von Maschinen und Robotern ersetzt werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 5: 70,4 Millionen Arbeitsplätze sind in Russland vorhanden. Davon könnten knapp über die Hälfte von Maschinen und Robotern ersetzt werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 4: In Brasilien gibt es schätzungsweise 107,3 Millionen Arbeitsplätze. Davon wären 53,7 Millionen Stellen - das entspricht 50 Prozent - automatisierbar. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 4: In Brasilien gibt es schätzungsweise 107,3 Millionen Arbeitsplätze. Davon wären 53,7 Millionen Stellen - das entspricht 50 Prozent - automatisierbar. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 3: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten besteht ein Automatisierungspotenzial von 45,8 Prozent. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 3: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten besteht ein Automatisierungspotenzial von 45,8 Prozent. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 2: 235,1 Millionen Arbeitsplätze - das entspricht 51,8 Prozent - könnten in Indien automatisiert werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 2: 235,1 Millionen Arbeitsplätze - das entspricht 51,8 Prozent - könnten in Indien automatisiert werden. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 1: China ist das Land mit den meisten Arbeitsplätzen aber auch gleichzeitg das Land, in dem mit 395,3 Mio Stellen das größte Automatisierungspotential herrscht.  - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay

    Platz 1: China ist das Land mit den meisten Arbeitsplätzen aber auch gleichzeitg das Land, in dem mit 395,3 Mio Stellen das größte Automatisierungspotential herrscht. - Quelle: McKinsey/Statista, Bild: Pixabay