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Russische Wirtschaft zeigt keine Anzeichen einer Erholung. - Bild: Fotolia

Die Einzelhandelsumsätze sanken im Juli um 9,2 Prozent im Jahresvergleich, nachdem sie im Vorjahr noch um 1,6 Prozent gestiegen waren. In den ersten sieben Monaten des Landes brachen sie um 8,1 Prozent ein, wie aus den Daten der nationalen Statistikbehörde hervorgeht.

Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte in der ersten Jahreshälfte um 3,4 Prozent. Vorherige Daten hatten gezeigt, dass die Kontraktion sich im zweiten Quartal auf 4,6 Prozent verstärkt hat, nachdem die Wirtschaft im Auftaktvierteljahr nur um 2,2 Prozent geschrumpft war.

Die Investitionen sackten im Juli um 8,5 Prozent im Jahresvergleich ab, nachdem sie im Vormonat um 7,1 Prozent gefallen waren. Das zeigt, dass die Investoren eine länger andauernden Rezession befürchten.

Die Regierung geht zwar immer noch davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um bis zu 3 Prozent schrumpfen wird. Allerdings teilte die Zentralbank vergangene Woche mit, dass sie am 11. September eine Reihe neuer ökonomischer Prognosen veröffentlichen wird. Eine Revision nach unten ist wahrscheinlich angesichts des Ölpreises. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bewegt sich in Richtung 48 Dollar nach Niveaus um die 60 Dollar in diesem Jahr.

In Russland sind die Reallöhne im Juli im Jahresvergleich um 8,2 Prozent gefallen. Im Juni hatte der Rückgang noch 7,2 Prozent betragen. Die realen verfügbaren Einkommen sanken um 2 Prozent im Juli.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke