Die Ukraine-Russland-Konflikt kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen. 2014 brachen die

Die Ukraine-Russland-Konflikt kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen. 2014 brachen die Exporte nach Russland um 18,1 Prozent oder rund 6,5 Milliarden Euro ein. - Bild: kru

Wie “Handelsblatt Online” berichtet, brachen die Exporte nach Russland im vergangenen Jahr um 18,1 Prozent oder rund 6,5 Milliarden Euro ein. Das geht aus den Daten des Statistischen Bundesamt hervor.

Einen besonders starken Rückgang verzeichneten die Lieferungen von Fahrzeugen, Maschinen sowie Nahrungs- und Futtermitteln. Die Ausfuhren in die Ukraine brachen 2014 sogar um ein Drittel oder 1,8 Milliarden Euro ein.

Doch trotz Sanktionen und Wirtschaftskrise bleibt Russland aber ein wichtiger Kunde für Deutschland: Insgesamt wurden Waren im Wert von gut 29 Milliarden Euro dorthin geliefert. Damit haben sich die Exporte innerhalb von zehn Jahren verdoppelt.

Automobilindustrie und Maschinenbau besonders betroffen

Die deutsche Wirtschaft stellt sich 2015 auf weitere Einbußen ein. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet, dass die Exporte nach Russland um knapp vier Miliarden Euro zurückgehen dürften, was einem Rückgang von 15 Prozent entspräche. “Insbesondere Spitzenexportbranchen, wie die Automobilindustrie oder der Maschinenbau, werden von dem Rückgang betroffen sein”, so DIHK-Experte Volker Treier.

“Durch den Kursverfall des Rubel gehen enorme Kaufkraftverluste russischer Abnehmer einher. Zudem entfaltet sich die Wirkung der dritten Sanktionsstufe der EU gegen Russland erst in diesem Jahr voll”, so Treier weiter. Bislang habe der Warenaustausch zu einem großen Teil noch auf Verträgen basiert, die vor Verhängung dieser Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise geschlossen worden seien. Eine Lockerung der Sanktionen erscheint angesichts der weiterhin kritischen Lage unwahrscheinlich.

Handelsblatt/Guido Kruschke