JACKSON HOLE (Dow Jones/CNBC/rm). Europa stehe am Rande einer selbststragenden Erholung, sagte Weber, der Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, am Freitag dem Fensehsender CNBC beim 34. Economic Policy Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City in Jackson Hole. Sorgen über einen Rückfall in die Rezession mache er sich nicht, auch wenn sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2010 wieder abkühle.

Weber verwies darauf, dass sich der Arbeitsmarkt in Deutschland besser entwickle als in anderen Ländern und die Arbeitslosenquote auf 7 % sinken dürfte. In ihrem Beitrag zu den EZB-Stabsprojektionen im Juni hatte die Bundesbank für 2011 eine Arbeitslosenquote von 8 % veranschlagt.

Mit Blick auf die Staatsschuldenkrise in Europa sagte Weber, die “Marktspannung liegen hinter uns”. Es sei aber noch zu früh, um ein Ende der Schuldenkrise auszurufen. Die Konsolidierung der Haushalte sei ein langfristiges Projekt und sollte seiner Einschätzung nach ganz oben auf der politischen Agenda stehen. “Eine fiskalische Konsolidierung fördert Vertrauen”, betonte das EZB-Ratsmitglied.

Zur Geldpolitik der EZB und ihrer Liquiditätsversorgung für die Banken wollte sich Weber ebensowenig äußern wie zu den Maßnahmen der US-Notenbank. “Wir reden miteinander, aber nicht übereinander”, betonte der Bundesbankpräsident.