Sentix-Konjunkturindex

Der Sentix-Konjunkturindex für Deutschland ist im Juni zum vierten Mal in Folge gestiegen - Bild: Peralt/Pixabay

Der Sentix-Index ist ein guter Vorlaufindikator von ZEW-Konjunkturerwartungen und ifo-Geschäftsklima. Sein Anstieg deutet darauf hin, dass die Wachstumsaussichten für Deutschland nach einem sehr guten ersten Quartal mit 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum robust bleiben.

Der Unterindex der Lagebeurteilung erhöhte sich im Juni auf 34,4 (Vormonat: 34,1) Punkte und der Index der Konjunkturerwartungen auf 7,9 (3,5) Punkte.

Der Sentix-Index für die Eurozone stieg im Juni auf 9,9 (6,2) Punkte und erreichte damit ein neues Jahreshoch. Der Lageindex lag bei 9,8 (7,0) Punkten, der Erwartungsindex bei 10,0 (5,5) Punkten. "Damit scheint die Abwärtsbewegung, die sich zum Jahresanfang beschleunigt hatte, vorerst gestoppt zu sein", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner die Daten. Die Anleger quittierten damit die zuletzt robusten Daten aus der Eurozone, die ihnen weniger Anlass zur Sorge gäben.

Nach Hübners Einschätzung hat auch die abwartende Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei ihrer jüngsten Ratssitzung einen Teil zur Verbesserung beigetragen. "Schließlich würden immer neue Maßnahmen der Notenbank nur die Angst schüren, dass noch mehr im Argen liegt und die bisherigen Maßnahmen nicht greifen", sagte er.

Sentix hat in der aktuellen Erhebung zwischen 2. und 4. Juni 1.074 Anleger befragt, darunter 270 institutionelle.