BRÜSSEL (Dow Jones). Wie Eurostat am Freitag in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März gegenüber dem Vorquartal um 0,2%. Damit wurde das Ergebnis der Vorabschätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt.

Im Jahresbstand erhöhte sich das BIP um 0,6%, erwartet worden war auch hier eine Bestätigung des ersten Ausweises von plus 0,5%. Im vierten Quartal 2009 hatte das BIP auf Quartalssicht nach revidierten Angaben um 0,1% zugelegt, nachdem bisher eine BIP-Stagnation ausgewiesen worden war. Sein Vorjahresniveau hatte das BIP um revidiert 2,1% (vorläufig: minus 2,2%) unterschritten.

In der EU-27 stieg das BIP im ersten Quartal um 0,2% gegenüber dem Vorquartal und um 0,5% auf Jahressicht. Im vierten Quartal war das BIP hier um 0,2% gestiegen und um 2,3% auf Jahressicht gesunken.

Im ersten Quartal sanken die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Eurozone im Quartalsvergleich um 0,1%, in der EU-27 nahmen sie um 0,2% ab. Die Investitionen sanken in Eurozone um 1,1% und in der EU-27 um 1,2%. Die Exporte erhöhten sich um 2,5% im Euroraum und um 2,3% in der EU-27. Die Importe legten um 4,0% bzw. 3,4% zu.

In der Folge lieferten die Nettoexporte einen negativen Beitrag zur Quartalsrate des BIP von 0,5 (Vorquartal: plus 0,2) Prozentpunkten. Die privaten Konsumausgaben minderten die BIP-Rate um 0,1 (plus 0,1) Prozentpunkt, der Beitrag des Staatskonsums war mit 0,1 (0,0) Punkt positiv, während die Bruttoanlageinvestitonen einen negativen Beitrag von 0,2 (minus 0,3) Prozentpunkten beisteuerten. Den höchsten positiven Wachstumsbeitrag lieferten mit 0,8 (plus 0,1) die Lagerveränderungen.

Entstehungsseitig kamen positive Wachstumsbeiträge aus dem Bereich “Rohstoffindustrie, Herstellung von Waren, Energie, Wasser” (plus 0,4 Punkte) sowie von unternehmensbezogenen- und Finanzdienstleistungen (plus 0,1) sowie von den sonstigen Dienstleistungen (plus 0,1).