Euro Skulptur

In der Eurozone bessert sich die Stimmung der Unternehmen. - Bild: Pixabay

Volkswirte hatten im Schnitt allerdings einen stärkeren Anstieg auf 54,5 Punkten erwartet. Der Indikator signalisiert damit weiterhin ein wirtschaftliches Wachstum, da er über der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt.

Gestützt wurde der Indikator durch die bessere Entwicklung im Dienstleistungssektor, während der Stimmungsindikator für die Industrie überraschend gesunken ist. In den Industriebetrieben wird die Stimmung durch die Sorge über einen Handelskrieg führender Industriestaaten belastet. Der von den USA ausgelöste Handelsstreit mit China hatte sich zuletzt verschärft.

Hoffnung auf Servicesektor

Nach Einschätzung von Chris Williamson, Chefökonom von Markit, ist die Industrie in den nächsten Monaten besonders anfällig für eine "handelsbedingte Abkühlung". Vor diesem Hintergrund bleibe die Hoffnung, dass ein robuster Servicesektor das Wirtschaftswachstum mit dem einsetzenden Herbst ankurbeln dürfte.

In Frankreich verbesserte sich der Einkaufsmanagerindex für die Industrie und für den Bereich Dienstleistungen. In Deutschland, der führenden Euro-Volkswirtschaft, zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild: Während sich die Stimmung in der Industrie überraschend stark eintrübte, hellte sie sich im Bereich Dienstleistungen stärker als erwartet auf. Erste Stimmungsdaten für Ländern wie Italien und Spanien werden erst am 3. September veröffentlicht.

Eurozone auf Wachstumskurs

Insgesamt sieht Markit die Eurozone weiter auf Wachstumskurs. "Unsere Umfragen deuten auf ein stabiles Wirtschaftswachstum der Eurozone im August hin", sagte Chefökonom Williamson. Seiner Einschätzung nach steigt die Hoffnung, dass das BIP-Wachstum im dritten Quartal genauso stark ausfallen könnte wie im zweiten Quartal mit 0,4 Prozent.

"Insgesamt fallen die Stimmungsdaten stabil aus", kommentierte auch Experte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass die Stimmungsindikatoren zu Beginn des Jahres gesunken waren, was auf eine schwächere konjunkturelle Dynamik hingedeutet habe.

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