Die USA werden Frankreich als wichtigsten Exportmarkt ablösen. - Bild: kru

Die USA werden Frankreich als wichtigsten Exportmarkt ablösen. - Bild: kru

Die Umfrage wurde vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank durchgeführt. Knapp die Hälfte der Firmen ist schon heute in den USA aktiv.

Ursachen dieser Entwicklung dürften im Wesentlichen die konjunkturelle Erholung der US-Wirtschaft und der schwache Euro sein, heißt es in der Befragung. Bei den Zielländern für Investitionen im Ausland dominieren Asien und Nordamerika. So planen fast drei von fünf der befragten Familienunternehmen, Produktionsstätten in Asien aufzubauen. Etwa 40 Prozent wollen dies in Nordamerika tun. Mit deutlichem Abstand folgt die Eurozone (ohne den Heimatmarkt) mit knapp 26 Prozent.

Große Mittelständler unterstützen TTIP

Die großen Mittelständler unterstützen das hierzulande umstrittene Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA. Drei Viertel erwarten sich Zollerleichterungen, zwei Drittel setzen auf Vorteile durch vereinheitliche Standards. “Wir Familienunternehmer stehen voll und ganz hinter TTIP”, sagte BDI-Vizepräsidentin Ingeborg Neumann. Sie forderte die Politik auf, das Abkommen gegen Widerstände durchzusetzen.

Der Chef des Privat- und Firmenkundengeschäfts der Deutschen Bank, Wilhelm von Haller, beklagte, dass in Deutschland gezielt Stimmung gegen TTIP gemacht werde. “Die öffentliche Debatte um TTIP transportiert zu viele Ängste und Vorurteile”, sagte von Haller.

Auf den besonders kontrovers diskutierten Investorenschutz kann der Mittelstand aber laut der Studie verzichten. Nur jedes fünfte Unternehmen verspricht sich davon Vorteile.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage sehen die Familienunternehmen positiv: Jedes zweite von ihnen bewertet sie als gut, rund zehn Prozent sogar als sehr gut. Bei den Aussichten für die nächsten zwölf Monate dominiert ebenfalls die Zuversicht. Die befragten Unternehmen haben mindestens einen Umsatz von 50 Millionen Euro pro Jahr.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke