Der Maschinenbau in Deutschland hat laut dem VDMA 2017 mehr Aufträge erhalten - allerdings ist das Plus dem Ausland zu verdanken

Der Maschinenbau in Deutschland hat laut dem VDMA 2017 mehr Aufträge erhalten - allerdings ist das Plus dem Ausland zu verdanken. - Bild: Schaeffler

Dabei kamen die Impulse allein aus den Nicht-Euro-Ländern (plus 10 Prozent). Die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern lagen um 8 Prozent unter der Vorjahresbasis, die allerdings ungewöhnlich hoch ausgefallen war. „Besonders erfreulich ist, dass die Nachfrage aus dem Inland erneut mit einem zweistelligen Zuwachs von 11 Prozent dabei ist“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Im Gesamtjahr 2017 konnte der Maschinenbau die Auftragsbücher mit einem Plus von 8 Prozent erfolgreich schließen. Allerdings ist die Schere zwischen Inlands- und Auslandsnachfrage noch immer groß. Während die Bestellungen aus dem Ausland um 10 Prozent zulegen konnten, wuchsen die Inlandsorders nur um 5 Prozent. „Die künftige Bundesregierung ist gefordert, mit Hilfe einer wachstumsfreundlichen Politik dafür zu sorgen, dass sich Deutschland seine Zukunft nicht wegen zu geringer Investitionen verbaut“, betont Wiechers.

Im Drei-Monatsvergleich Oktober bis Dezember 2017 legten die Bestellungen insgesamt um real 10 Prozent zum Vorjahr zu. Das Inland verbuchte ein Orderplus von 13 Prozent, das Ausland von 9 Prozent, wobei die Euro-Länder um 6 Prozent und die Nicht-Euro-Länder um 10 Prozent zulegten.

VDMA

  • Dürr,  Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr hatte im Oktober seine Prognose für Auftragseingang und Umsatz angehoben. In den ersten neun Monaten steigerte das Unternehmen den Umsatz um 6,2 Prozent auf 2,677 Milliarden Euro und den Gewinn um 24,1 Prozent auf 149,7 Millionen Euro. Das honorierten die Anleger mit einer Steigerung des Aktienkurses um 30,2 Prozent im Jahr 2017. Dies bedeutet Platz 15 im Performance-Ranking innerhalb der Werte des Maschinenbau-Aktien-Index von Produktion und LBBW. - Bild: Dürr

  • Salzgitter, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Nach Angaben der Salzgitter AG greift die kontinuierliche Umsetzung der Strategie "Salzgitter AG 2021", so dass das Unternehmen die Prognose für den Umsatz 2017 auf 9 Milliarden und für den Vorsteuergewinn auf 175 bis 225 Millionen Euro anhob. Diese Ankündigung führte dazu, dass der Aktienkurs um 32,8 Prozent im Jahr 2017 stieg. Damit liegt die Sazgitter-Aktie auf Rang 14 des Performance-Ranking. - Bild: Salzgitter AG - Bild: Salzgitter

  • Jungheinrich, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Jungheinrich erhöhte in den ersten neun Monaten seinen Umsatz um 12,6 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro und das Ergebnis nach Steuern um 17,3 Prozent auf 124,7 Millionen Euro. Auch diese Informationen gaben den Papieren Auftrieb: Der Wert der Jungheinrich-Aktie ging um 32,9 Prozent nach oben. Im Performance-Ranking bedeutet das Platz 13. - Bild: Jungheinrich

  • Airbus, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Bei Airbus gibt es eine personelle Neuausrichtung. Anleger honorierten das, indem sie bei der Airbus-Aktie zugriffen: Um 35,8 Prozent wuchs der Wert, damit liegt Airbus auf Platz 12 im Ranking. - Bild: Airbus

  • MTU Aero Engines, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Auch MTU Aero Engines profitierte von der guten Konjunktur und setzte seine Prognose für 2017 hoch: Das operative Ergebnis soll nun 600 Millionen Euro und der Gewinn 420 Millionen Euro betragen. In Folge dessen stieg der Wert der Anteilsscheine um 36,8 Prozent. MTU Areo Engines liegt somit auf Platz 11 im Ranking. - Bild: MTU Aero Engines

  • Norma Group, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Der Anbieter für Verbindungstechnologie Norma Group konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 seinen Umsatz um 12,4 Prozent auf 763 Millionen Euro und sein bereinigtes EBITA um 9,6 Prozent auf 134 Millionen Euro hochschrauben. Nachrichten wie diese führten zu einer Steigerung des Aktienkurses um 37,5 Prozent. Damit erreicht die Norma Group Rang 10 im Performance-Ranking. Der Konzern geht davon aus, dass der Umsatz im Gesamtjahr 2017 organisch um 4 bis 7 % wachsen wird. Zudem erwartet die Norma Group einen Umsatz durch die Akquisitionen von Autoline, Lifial und Fengfan in Höhe von 55 Mio Euro. Sie strebt eine EBITDA-Marge auf dem Niveau der Vorjahre von über 17 % an. - Bild: Norma Group

  • König & Bauer, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Der Druckmaschinenhersteller König & Bauer schaffte es in den ersten neun Monaten des Jahres 2017, den Auftragseingang um 3,9 Prozent auf 903 Millionen Euro und Umsatz um 2 Prozent auf 848 Millionen Euro zu steigern. Anleger griffen bei der König & Bauer-Aktie zu, der Wert erhöhte sich um 41 Prozent. Damit befindet sich die Aktie auf Platz 9 im Performance-Ranking. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet König & Bauer mit einem Umsatzanstieg auf bis zu 1,25 Mrd Euro und einer EBIT-Rendite von rund 6 %. Derzeit baut König & Bauer sein Servicegeschäft aus und etabliert eine neue Tochtergesellschaft, um die Performance im Wertpapierbereich zu steigern. Zudem will das Unternehmen ein integriertes Produktionsnetzwerk einrichten sowie einen strategischen Einkauf. Bis 2021 strebt König & Bauer eine Umsatzwachstumsrate von 4 % und eine EBIT-Marge von 4 % an.- Bild: König & Bauer

  • Stratec Biomedical, König & Bauer, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Stratec Biomedical, ein Produzent von vollautomatischen Analysesystemen für die klinische Diagnostik und Biotechnologie, wuchs in den ersten neun Monaten 2017 zweistellig. Der Umsatz ging um 19,6 Prozent auf 151 Millionen Euro und das Konzernergebnis um 22,1 Prozent auf 18,63 Millionen Euro nach oben. Die Aktie reagierte und zeigte eine Performance von 45,3 Prozent. Damit liegt Stratec Biomedical auf Rang 8. Aufgrund von anstehenden Markteinführungen und Projektverhandlungen geht Stratec auch für die kommenden Jahre von einem organischen Jahr im oberen einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich aus. Eine erwartete positive Entwicklung der Profitabilität werde dabei durch Investitionen und Vorfinanzierungen gemindert, wodurch eine konstante EBIT-Marge resultieren soll. - Bild: Stratec Biomedical

  • Osram, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Osram zieht bei seiner Wachstumsinitiative "Diamond" eine positive Zwischenbilanz: Das Unternehmen setzte acht Prozent mehr um und erhöhte das um Sondereffekte bereinigte EBITDA um sechs Prozent auf 695 Millionen Euro. In Folge dessen zeigten die Wertpapiere eine Performance von 46,4 Prozent, das bedeutet Platz 7 im Ranking. Unter der Voraussetzung, dass Osram seine Wachstumsdynamik aufrecht erhalten kann, erwartet CEO Olaf Berlien für 2018 ein Umsatzwachstum zwischen 5,5 und 7,5 % und ein bereinigtes EBITDA von rund 700 Mio Euro. - Bild: Osram

  • Wash Tec, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Die Wash Tec Gruppe kann erneut mit sauberen Zahlen glänzen. Um 20,3 Prozent auf 312,5 Millionen Euro stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten. Das EBIT wuchs um 49,2 Prozent auf 37,6 Millionen Euro. Mit einer Aktien-Performance von 53,1 Prozent liegt Wash Tec auf Platz 6. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet WashTec weiterhin mit einem Umsatzwachstum auf mindestens 410 Mio Euro, die EBIT-Rendite soll dabei zumindest 12 % betragen. - Bild: Wash Tec

  • Deutsche Beteiligungs AG, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Laut der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG), im Bild ist der Vorstand zu sehen, war das Geschäftsjahr 2016/2017 eines der erfolgreichsten der Unternehmensgeschichte. Das Konzernergebnis von 90,4 Millionen Euro übertriftt den Vorjahreswert um mehr als 80 Prozent. Dies ist vor allem auf Veräußerungen zurückzuführen. Aktienanleger griffen zu und verhalfen dem Wert zu einer Performance von 58,4 Prozent. Damit liegt die Deutsche Beteiligungs AG auf Platz 5 im Ranking. Die DBAG könne jedoch nicht in jedem Jahr so viele reife Unternehmen zur Veräußerung anbieten wie zuletzt, teilte der Vorstand mit. Gleichwohl erwartet er für das neue Geschäftsjahr 2017/2018 ein Ergebnis, das deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegt. - Bild: Deutsche Beteiligungs AG

  • Rheinmetall, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall verbesserte sein operatives Ergebnis deutlich. In den ersten neun Monaten stieg der Wert um 27 Prozent auf 231 Millionen Euro an. Der Konzernumsatz schwoll um 6,9 Prozent auf 4,174 Milliarden Euro an. Der Aktienkurs erhöhte sich 2017 um 61,6 Prozent. Die Rheinmetall-Aktie belegt damit Rang 4. Rheinmetall erwartet 2017 im Unternehmensbereich Automotive ein Umsatzwachstum am oberen Ende der bisher prognostizierten Bandbreite von 6 bis 7 %. Für den Konzern wird ausgehend von einem Umsatz von 5,6 Mrd Euro 2016 ein organisches Wachstum von 6 % prognostiziert. - Bild: Rheinmetall

  • Jenoptik, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Jenoptik hob seine Prognose für den Umsatz des Gesamtjahres 2017 auf das obere Ende der bisher prognostizierten Spanne von 720 bis 740 Mio Euro an. „Inklusive der Akquisitionen kann der Umsatz sogar leicht darüber liegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Stefan Trager. Ferner ging der Vorstand davon aus, dass auch die EBIT-Marge am oberen Ende der bisher prognostizierten Bandbreite von 9,5 bis 10 % liegen wird. Allein in den ersten drei Quartalen setzte Jenoptik 7 % mehr um (527 Mio Euro), das EBIT erhöhte sich um 15,9 % auf 52 Mio Euro. Dies führte zu einer Performance der Aktie von 67,2 %. Jenoptik belegt somit Platz 3 im Performance-Ranking 2017. - Bild: Jenoptik

  • Pfeiffer Vacuum, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Der Senior-Analyst der LBBW, Stefan Maichl, analysiert exklusiv für Produktion die beiden Top-Performer des Maschinenbau-Aktien-Index 2017: „Die Aktie des Vakuumpumpenherstellers Pfeiffer Vaccum wurde einerseits getrieben durch ein feindliches Übernahmeangebot des Konkurrenten Busch. Dieser hält nun als Großaktionär einen Anteil von circa 35 % und konnte zuletzt seine Machtposition mit einem Austausch des Top-Managements stärken. Andererseits beflügelte ein besser als erwarteter Geschäftsverlauf. Starke Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus dem Halbleitergeschäft, das etwa 40 % des Umsatzes ausmacht. In den ersten neun Monaten expandierte dieses um 59 %. In Summe wuchs der Konzernumsatz um fast 28 % auf 430 Mio Euro, was zu einer Ausweitung der operativen Marge auf 14,1 % (Vorjahr: 12,5 %) führte. Noch dynamischer entwickelte sich der Auftragseingang mit einem Zuwachs von mehr als 39 % auf 476 Mio Euro. Für das Gesamtjahr zeigte sich das Management vor diesem Hintergrund sehr zuversichtlich. So soll mindestens der obere Bereich der Umsatzzielspanne von 550 bis 570 Mio Euro erreicht werden, was einem Wachstum von über 20 % entsprechen würde.“ - Bild: Pfeiffer Vacuum

  • Wacker Neuson, Maschinenbau-Aktien-Index, beste Performance, Produktion, LBBW

    Stefan Maichl, Senior Analyst der LBBW: „Die Aktienperformance des Baugeräte- und Kompaktmaschinenherstellers Wacker Neuson reflektiert die unerwartet gute Geschäftsentwicklung. Nach einem Umsatzanstieg von 9 % im ersten Halbjahr 2017 beschleunigte sich das Wachstum im dritten Quartal auf 20 % beziehungsweise 13 % in den ersten neun Monaten. Haupttreiber war eine lebhafte Nachfrage in der europäischen und nordamerikanischen Bau- und Landwirtschaft. Der kräftige Umsatzzuwachs wirkte sich überproportional auf die Ertragskennzahlen aus. Das EBIT verdoppelte sich im dritten Quartal nahezu. Nach neun Monaten betrug das Ertragswachstum 42 %. Die entsprechende Gewinnmarge weitete sich auf 8,8 % aus. Nach dem starken dritten Quartal wurde der Umsatzausblick für 2017 auf 1,5 Mrd Euro oder leicht darüber angehoben, was einem Zuwachs von über 10 % entspricht. Optimistischer wurde der Konzern auch hinsichtlich der operativen Marge. Nach anfangs 7,5 % bis 8,5 % und 8 % zum Halbjahr wurde die Ziellatte auf 8,5 % (2016: 6,5 %) gelegt.“ - Bild: Wacker Neuson