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Laut VDMA gibt es aktuell nur noch wenige Fachzweige, die über Auftragsrückgänge klagen. - Bild: Kuka

Der Zuwachs der Auslandsorders von 5 Prozent wurde maßgeblich getrieben durch den Bestellzuwachs aus den Euro-Partnerländern (plus 12 Prozent; Nicht-Euroländer plus 3 Prozent). Das Inland wies im ersten Halbjahr ein leichtes Plus von 1 Prozent auf.

"Insgesamt sind wir zufrieden, dass der Aufschwung Kontur gewinnt und fast die gesamte Breite des Maschinenbaus erfasst hat. Es gibt nur noch wenige Fachzweige, die über Auftragsrückgänge klagen", kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Lage. Erstmals seit 2012 lag im Juli die Kapazitätsauslastung im deutschen Maschinenbau mit 87,8 Prozent wieder über dem langjährigen Branchendurchschnitt. "Wir sehen uns bestätigt mit unserer Prognoseerhöhung auf 3 Prozent Produktionszuwachs im Gesamtjahr 2017", betont Wiechers.

Ausland boomt, Inland schwächelt

Im Juni legte der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau um real 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Dazu trug insbesondere die Nachfrage aus den Nicht-Euroländern bei (plus 11 Prozent). "Der Euro-Raum – minus 12 Prozent – schwächelte dagegen aufgrund eines außergewöhnlich guten Vorjahreswertes", erläutert Wiechers. "Die Bestellungen aus dem Inland – minus 3 Prozent – haben weiter Nachholbedarf", ergänzt der VDMA-Chefvolkswirt.

Im Dreimonatsvergleich April bis Juni 2017 erreichten die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau einen Zuwachs von real 5 Prozent. Euro- und Nicht-Euroländer kamen jeweils auf ein Plus von 10 Prozent, das Inland wies dagegen ein Minus von 4 Prozent auf.