Verarbeitende Industrie Aufträge Rückgang

Im zweiten Quartal lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 0,5 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals. - Bild: Bosch

Von Dow Jones befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet.

"Der Umfang an Großaufträgen war im Juni unterdurchschnittlich", urteilte das Wirtschaftsministerium. Vor allem die Bestellungen aus den Ländern des Euroraums verminderten sich demnach im Juni um 8,5 Prozent. Dieser Rückgang konnte auch durch höhere Auftragseingänge aus dem Inland (plus 0,7 Prozent) und aus dem Nicht-Euroraum (plus 3,8 Prozent) nur teilweise kompensiert werden.

Für Investitionsgüter gingen im Vergleich zum Vormonat mit minus 0,2 Prozent nur geringfügig weniger Bestellungen ein. Die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter sowie für Konsumgüter verzeichneten den Angaben zufolge einen Rückgang um jeweils 0,7 Prozent.

Plus bei Vorleistungsgütern

Im zweiten Quartal lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 0,5 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals. Im Quartalsvergleich war bei den Vorleistungsgüterproduzenten mit plus 1,5 Prozent immerhin ein Auftragsplus zu verzeichnen. Investitionsgüterproduzenten hingegen mussten mit minus 1,4 Prozent einen Rückgang hinnehmen. Die Produzenten von Konsumgütern verloren sogar 2,4 Prozent.

Die Bestellungen aus dem Inland nahmen mit 0,9 Prozent insgesamt zu, während sie aus dem Ausland um 1,5 Prozent unter dem Vorquartal lagen. Dies war laut Ministerium auf einen Rückgang aus dem Nicht-Euroraum von minus 3,7 Prozent zurückzuführen. Die Auftragseingänge aus dem Euroraum expandierten hingegen um 2,2 Prozent.

Die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe zeigten im ersten Halbjahr insgesamt wenig Dynamik. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe reagierte auf das Brexit-Votum laut Ministerium "sehr moderat und bleibt leicht expansiv".